Weekend of Hell 2016

Geschrieben von Andrea Rieskamp
„Der Wahnsinn geht weiter!“ So lautete die Unterschrift auf der Webseite des Weekend of Hell, und genauso könnte man nicht nur die Convention bezeichnen, sondern auch das Warten der Fans, das Zählen der Tage, bis es endlich wieder soweit ist… Am 04. November 2016 öffneten sich erneut die Tore der Turbinenhalle in Oberhausen und luden zu „Europe´s hottest horror festival“.
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Schon im Eingangsbereich bemerkte man Veränderungen, hier hatte sich jemand diesmal liebevoll um ein wenig Deko gekümmert, es hingen Skelette und flauschige Spinnweben an den Gitterabtrennungen zum Gang zum Raucherbereich, und auf den Kassenhäuschen thronten lebensgrosse, von den Fright Guys zur Verfügung gestellte Horrorfiguren. Auch der Einlass selbst gestaltete sich diesmal sehr unkompliziert und reibungsloser als in den letzten Jahren. Gleich geblieben war der Standort des Teams von S.P.A.C.E. Figuren, die direkt dahinter ihre Merchartikel feilboten und als kleines Highlight ein Glücksrad mitgebracht hatten, an dem man immer mal wieder drehen und sich Rabatte ergattern konnte, wenn man denn den richtigen Dreh hatte.
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Die Unterschiede setzten sich dann direkt in der Haupthalle fort. Sassen im letzten Jahr die Stargäste auch an den Seitenwänden entlang, fand man sie nun nur im hinteren und mittleren Teil; an den Seiten und auch vor Kopf waren Stände drapiert, an denen Filmemacher ihre neusten Werke, Zombie ihre Magazine oder auch Totenstadt ihr Spiel bewarben und Zeichner die Besucher nach Wunsch verewigten. Zur anderen Seite hin gab es mehr Stände als jemals zuvor, dicht gedrängt fand man Schmuck und Accessoires von abartig, alle Zeichner von totaberlustig.de, die sich in jedem gekauften Buch noch einmal mit einer eigenen kleinen Zeichnung und Widmung verewigten, Chucks im Horror-Design von den Canvas Warriors und allerlei anderes Gedönse und Schnickschnack in Form von abgetrennten Gliedmassen, Schmuck, Weihnachtskugeln, Spielen, Merchfiguren, Knochen und ganze tote Tiere, einen Tattoostand und noch mehr Filmemacher. Neu war auch, daß auffallend viele Händler aus dem Ausland zugegen waren, was allgemein als sehr bereichernd aufgenommen wurde.
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Auch Halle 2 war ein wenig anders gestaltet. Zwischen Verpflegungsbereich und rechter Seitenwand war diesmal ein weiterer Gang eingefügt, in dem die Fright Guys ihr Unwesen trieben, man sich Shirts bedrucken lassen konnte und sowohl die The Walking Dead German Webfanside als auch die The Walking Dead German Cosplayer ihr Quartier bezogen hatten.woh_freitag-135
Ihren Stammplatz behalten hatten die apokalyptischen Zeichner Jörg von A Perfect Darkness, Anna Kersten Illustration und Oliver Wetter sowie blackview mit Tassen, Geschirr und anderen Accessoires und die Schweden Abandoned House Collectibles mit ihren einzigartigen handgefertigten Displays.
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Dahinter gab es wie üblich noch allerlei Stände mit Postern und Merch, daneben den großen DVD-Bereich. Weiter hinten hatten diesmal die Ghostbusters ihren Platz und machten mit ziemlich lauten Geräuschen auf sich aufmerksam. Ein tolles Fotomotiv bildeten die lebensgroßen Figuren der Monster AG neben Chucky & Co., die es ganz hinten zu bewundern gab.
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Wirklich alle Stände hier zu erwähnen würde übrigens komplett den Rahmen sprengen.
Die dritte Halle war diesmal nicht mit einbezogen, da sie für das John Carpenter-Konzert am Samstag abend benötigt wurde.
Und das war immer noch nicht das Ende der Änderungen. Auf der Startalk-Bühne gab es diesmal keinen Tresen, sondern zwei kleine Sofas, wodurch die wieder gut besuchten Talkrunden gleich viel lockerer wirkten.
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Waren am Freitag noch auffallend wenig Cosplayer unterwegs, konnte man am Samstag und auch am Sonntag umso mehr von jenen entdecken und sich mit ihnen fotografieren lassen oder auch Freddy Krüger beim Zocken von „Resident Evil“ mit Cyberbrille zuschauen. Natürlich gab es auch den alljährlichen Zombiewalk mit anschließendem Gruppenbild, das aufgrund des aufkommenden Regens im Eingangsbereich stattfand. Zum Ärger und Unverständnis der Walker und auch der Fotografen durfte sich der einzige The Walking Dead-Stargast Lew Temple nicht dazugesellen und mußte auf seinem Platz in der Halle für Autogramme zur Verfügung stehen. Auf Nachfrage erzählte er uns, er sei nunmal dort angestellt und habe diese Anweisung erhalten, fand dies aber auch sehr schade.
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Einhellig positiv aufgenommen wurde die Organisation der Photoshoots, wo in diesem Jahr wirklich alles reibungslos klappte, niemand auf seine Bilder warten mußte und der Zeitplan eingehalten wurde. Wir durften wieder einen Blick hinter die Kulissen werfen, und es war tatsächlich auffallend, wie entspannt alle Mitarbeiter im Gegensatz zu den letzten Jahren wirkten.
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Doch nicht alles war durchweg positiv. Leider boten einige Händler auffallend viel Plastikkitsch, schlecht gemachte Bastelarbeiten und eher ungekonnte Gemälde. Durch die Vielzahl der Stände waren auch die Gänge sehr eng, hier und da behinderte ein mitten im Weg drapierter Bistrotisch zusätzlich den Weg. Zudem war es in Halle 1 durchgehend sehr kalt, die Klimaanlage lief auf Hochtouren, und konnte man für den Besuch in Halle 2 die Jacke getrost im Schließfach lassen, war dies für einen längeren Aufenthalt in der ersten Halle undenkbar.
Auch auf die sanitären Anlagen muß eingegangen werden, diesmal waren nämlich auch die in der oberen Etage, in der die Filmscreenings stattfanden und die man über die Galerie erreicht, geöffnet. Allerdings wirkten sie bereits am Freitag wie schon drei Wochen lang benutzt. Dafür wurde in der unteren Etage stets für Sauberkeit gesorgt und nebenbei gab es auch schonmal Beautytips vom Toilettenmann. Mülleimer suchte man wieder einmal vergeblich, gefunden haben wir auf dem ganzen Gelände lediglich einen einzigen, was sich besonders auf der Galerie sichtlich bemerkbar machte.
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Die Kurzfilme im kleinen Kino waren übrigens sehr beliebt und gut besucht. Genauso viel Zulauf fand die Autogrammstunde von John Carpenter, die am Sonntag stattfand und wofür sich eine den Durchgangsverkehr behindernde Schlange quer durch die Eingangshalle bis zum Ende der Schließfächer gebildet hatte, wo der Tisch für den Stargast aufgebaut worden war. Eine Signatur des „Meisters“ war für viele nach dem Erleben des grandiosen Konzerts am Vorabend das absolute Highlight des diesjährigen Weekend of Hell. Nicht so nett waren indes die Bodyguards von Herrn Carpenter, die die Besucher schonmal acht- und wortlos beiseite schoben, um ihrem Herrn den Weg zu ebnen.
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Ach ja, die Hellgreaser waren natürlich auch wieder da! Wieder mit ihrem kleinen Tischchen voller Merch, leider jedoch ohne Instrumente, da sie keine Musik machen durften. Eigentlich schade… irgendwie wäre es doch toll, zwischen all den Händlern und Stars hier und dort eine Band anzutreffen und ab und zu ein wenig Livemusik genießen zu dürfen, und sei es nur à capella. Weitaus toller jedenfalls als die überlauten alles übertönenden Geräusche von freilaufenden Geisterjägern.
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Drei der Filmemacher haben wir übrigens ein wenig näher unter die Lupe genommen. Die Macher von „Scars of Xavier„, „Montrak“ und „Hermit: Monster Killer“ standen uns Rede und Antwort, was wir euch nicht vorenthalten wollen.
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Ola Paulakoski, Regisseur des schwedischen Low Budget-Films „Hermit: Monster Killer„, erzählte uns kurz den Inhalt des nicht ganz ernst zu nehmenden Streifens: Es geht um einen Einsiedler, der allein in einem Haus irgendwo in Schweden lebt, und ein Monster, das in den umliegenden einsamen Wäldern sein Unwesen treibt und den Hund des Einsiedlers tötet. Die Idee dazu kam ihm bereits vor fünfzehn Jahren, als er auf einem Filmfestival einen Kurzfilm über einen Hund sah, der von zu Hause ausgerissen war und von den Besitzern überall gesucht wurde, und er dachte sich, hey, das ist eine gute Idee für einen Horrorfilm! Was wäre, wenn der Hund von irgendeinem Monster gefressen worden wäre? Finanziert wurde der Independent-Film weitestgehend durch eigene Mittel. Nach nur einer Woche ging dem Team jedoch bereits das Geld aus und sie sassen in einem gemieteten Haus mitten im Wald ohne Verpflegung fest, bis die Steuerrückzahlung von Schauspieler Anders Hasselroth sie rettete und sie sich wieder Essen und Benzin für die Fahrzeuge kaufen konnten. Gedreht wurde lediglich zwei Wochen lang, drei Jahre gingen dann noch für Schneiden und Nachbesserung einzelner Szenen drauf.
woh_sonntag-44 Für „Scars of Xavier“ antworteten uns Produzent Sascha Goldbach aus Altena, Drehbuchautor und Regisseur Kai Bogatzki aus Düsseldorf sowie Hauptdarsteller und Mitproduzent Marc Engel aus Herne.
DTMA: Worum geht es in dem Film?
Kai: In „Scars of Xavier“ geht es um Xavier. Xavier lebt und arbeitet in Prag, arbeitet tagsüber in einer kleinen Autowaschanlage außerhalb von Prag, hat ein unauffälliges, unscheinbares Leben, fällt nicht großartig auf und ist komplett introvertiert. Nachts kommt seine wahre Persönlichkeit zum Vorschein, er ist nämlich ein brutaler Serienkiller.
DTMA: Wer hatte die Idee dazu?
Kai: Das war ich.
DTMA: Hast du das komplette Drehbuch geschrieben?
Kai: Ja. Ich hatte die Grundidee dazu und habe über ein Jahr herumüberlegt, in welche Richtung ich diesen Film machen kann. Ich hatte schon lange den Wunsch, einen ersten eigenen Spielfilm zu machen, und bin auch schon lange Serienkiller-interessiert, und da war mir klar, es muss irgendwas mit einem Serienkiller sein. Und so kam dann eins nach dem anderen.
DTMA: Hast du einen cineastischen Hintergrund?
Kai: Ich habe Film und 3D-Animation studiert, habe auch lange für Werbe- und Imagefilme als Cutter gearbeitet und habe parallel langsam angefangen, für mehrere deutsche Independent-Regisseure die Filme zu schneiden, habe selbst einige Kurzfilme gedreht, und irgendwann war dann klar, ich möchte jetzt auch einen eigenen abendfüllenden Spielfilm drehen.
DTMA: Wie seid ihr zusammengekommen?
Sascha: Wir haben uns eigentlich bei einer Produktion von Olaf Ittenbach kennengelernt. Richtig zusammengekommen sind wir allerdings beim Dreh von „Blood Feast“ von Marcel Walz, da haben wir uns nämlich ein Zimmer geteilt. Natürlich kommt man dann ins Gespräch, und Kai erzählte von seinem Projekt, er wolle einen Film machen, damals hieß er noch „Xaviers Narben“. Er hat mir dann einen kleinen Teaser gezeigt und sagte, er suche auch noch Produzenten, und ich habe mir das dann angeguckt und gedacht, das sieht doch ganz gut aus und da könnte doch irgendwas gehen, weil ich generell schon mit dem Gedanken gespielt hatte, mal irgendwann als Produzent zu fungieren und einen eigenen Film zu produzieren, und so kam dann eins zum anderen.
Kai: Es hat irgendwie zusammengepaßt. Also… Schicksal, kann man fast sagen.
DTMA: Wie finanziert ihr das Ganze?
Kai: Sascha hat den größten Teil gegeben, er ist halt der Hauptproduzent, Marc hat wie er gerade schon gesagt hat mitproduziert, ich habe selbst auch Geld in den Film hineingesteckt…
Sascha: … und dann haben wir noch eine kleine Crowd Funding-Kampagne gemacht, die auch erfolgreich abgeschlossen wurde. Vielen Dank an dieser Stelle!
DTMA: Der Film ist noch nicht fertig?
Kai: Nein. Wir haben jetzt noch zwei Drehtage offen, ich schneide aber parallel auch schon, also ich bin auch direkt der Cutter des Films, und ich denke, im ersten Quartal wird der Film schonmal soweit fertig sein, daß wir ihn als Vorabversion an erste Festivals schicken können. Mal gucken ob sie uns nehmen.
DTMA: Der Film wird aber nur auf englisch sein?
Sascha: Der Film wird nur auf englisch sein, er wurde auf englisch gedreht.
Marc: Kann dann natürlich sein, daß ich dann synchronisiert werde mit Johnny Depp-Synchronstimme oder was weiß ich wem. Alles möglich!
DTMA: Sind die anderen Schauspieler denn alle englischsprachig?
Marc: Wir haben beispielsweise Anne Alexander Sieder dabei, sie ist Amerikanerin, lebt zwar in Deutschland, auch in Berlin, wir haben auch Alexia von Wismar dabei, sie lebt auch in Berlin. Wir sind recht international, Daniele Rizzo ist Italiener, ein recht bekannter Youtube-Blogger, auch Oliver Troska ist in der Indie-Szene ziemlich am Kommen, oder Dirk Sonnenschein… Ist also ein ziemlich internationaler Cast, darauf haben wir auch Wert gelegt, damit wir dann abgesehen von dem englischsprachigen auch bei den Festivals dementsprechend punkten können. Abgesehen von der Story, von der Athmo, von der Dramaturgie, vom Buch und von den Ideen, die wir auch visuell hineingepackt haben, sind wir davon überzeugt, daß wir mit dem Film nächstes Jahr schon den ein oder anderen überraschen können. Es ist der erste Feature von Kai, wie er es gerade auch gesagt hat, aber er hat auch schon einen Namen in der Indie-Szene als sehr guter Cutter, auch für „Blood Feast“ von Marcel Walz ist er bei imdb mit einem sehr guten Rating. Gerade in der Indie-Low-Szene ist es so, da kriegst du für Horrorfilme ein 3er, ein 4er Rating, meistens zu Recht, aber im Augenblick steht er da mit einer 8,5 – 8,6. Das sagt schon was aus. „Reeperbahn“, da habe ich ja mitgespielt, der Film kam an, ist natürlich noch ein bißchen mehr Independent, und so kamen wir beide ja auch zusammen. Er hat ihn geschnitten und fand dann meine Visage scheinbar ansprechend und hat gefragt, „Hast du Lust auf einen Serienkiller?“, und damit hat er mich direkt abgeholt, das hat mich schon immer gereizt. Und wir haben uns wirklich den Hintern aufgerissen. Es gibt echtes Blut, echten Schweiß, und wir haben echt den Film gelebt, wochenlang, die wir gedreht haben. Ich habe in dem Film zehn Kilo abgenommen, ich neige ja dazu, ein bißchen mehr drüberzugehen als der klassische Schauspieler. Ich hatte bei „Reeperbahn“ ein paar Verletzungen, bei „Death Wish“ hatte ich ein paar, aber in allen Filmen komme ich nicht auf soviele Verletzungen wie in „Scars of Xavier“, da habe ich gezählte 23 – 26 kleinere, aber auch grössere. Deswegen… wir haben echt das Beste gegeben das wir haben und viel Wert auf Athmo gelegt, und auch Szenen in Prag gedreht, damit der internationale Look gegeben ist. Deswegen bin ich überzeugt, daß wir nächstes Jahr einige überraschen werden mit dem Film. Es ist ein Independent-Low Budget-Film, aber wir versuchen, ein bißchen drüberzugehen und am Normallevel zu kratzen, und wir haben einige Bilder, da werden einige die Augen aufschlagen und sagen: „Lecker! Doll!“
DTMA: Wie lange bist du schon Schauspieler?
Marc: Ich mache das noch nichtmal so lange. Ich bin über Umwege reingekommen. Ich habe immer Amateur-Kurzfilmchen gemacht, schon vor fünfzehn Jahren, habe ein Buch veröffentlicht, schreibe selbst, aber weil ich eigentlich einen eigenen Feature machen wollte, habe ich vor drei Jahren einen Vorab-Teaser gemacht, dann meinen Dayjob verloren und dann angefangen, als Komparse zu arbeiten. Das wurde dann immer größer, weil die gesagt haben, joa, dein Gesicht ist cool, und dann kamen die ersten Klein- und Nebendarstellerrollen, und so bin ich dann bei „Reeperbahn“ gelandet, und so sind wir dann zusammengekommen. Ich will eigentlich in Richtung Filmemacher gehen, aber die Jungs halten mich immer wieder auf mit Schauspiel, und insofern… Ich denke mal noch ein-zwei Jährchen und dann ist gut.
woh_sonntag-54 Der Fantasy-Film „Montrak“ wartet mit Schauspielern wie Martin Kesici, Cosma Shiva Hagen und Dustin Semmelrogge auf, der übrigens am Samstag das Weekend of Hell besucht hat. Filmemacher und Produzent Stefan Schwenk und Schauspieler Florian Freiberger, der im Film den Bösewicht „Caspar“, einen über sechshundert Jahre alten Vampir, mimt, haben unsere Fragen beantwortet.
DTMA: Worum geht es in dem Film?
Stefan: Es geht um Montrak, die titelgebende Figur. Montrak ist ein Graf, der im Mittelalter lebt, einen Pakt mit dem Teufel eingeht und zum Vampir verdammt wird und den Auftrag bekommt, eine Armee der Vampire auf Erden zu erschaffen. Das macht er dann auch, und die Vampire breiten sich dann über Jahrhunderte aus, bis es dann in der heutigen Zeit, in der Gegenwart, eine Gruppe von Menschen gibt, die sich gegen die Vampire stellen, und dann kommt es letztendlich zum Kampf zwischen Gut und Böse. Das ist so die klassische Geschichte.
DTMA: Wer hatte die Idee dafür?
Stefan: Das Drehbuch habe ich geschrieben. Es hat lange gedauert, das zu konzipieren, und es steckt auch viel Herzblut drin.
DTMA: Wie lange hast du dafür gebraucht?
Stefan: Ich habe für das Drehbuch ungefähr ein halbes Jahr gebraucht, und ich muß dazu sagen, während der Produktion haben wir das immer wieder verfeinert. Klar, die Grundstory stand von Anfang an, wir wußten wo es losgeht und wo wir hinwollen mit der Geschichte, aber haben dann immer noch ein bißchen an den Dialogen gefeilt und an den Abläufen.
DTMA: Wie lange habt ihr für den Film gebraucht?
Stefan: Flo? Wie lange haben wir gebraucht?
Florian: Also insgesamt sind wir jetzt so ca. fünf Jahre drüber.
DTMA: Wow!
Stefan: Lange Zeit, ja.
Florian: Wir haben am Wochenende gedreht. Wir haben alle „normale“ Jobs, und von daher hat sich das natürlich immer ein bißchen gezogen. Man hat dann immer zwei Tage, mal hat man vielleicht eine Woche Urlaub usw., aber da wir natürlich auch alles gut machen wollten, so wie wir das auch wirklich selbst sehen wollen später im Film, war es auch durchaus aufwendig im ein oder anderen Dreh und da haben wir auch sehr viel Wert drauf gelegt.
Stefan: Ja, das ist auf jeden Fall Liebe zum Detail, es muß alles gut passen, alles gut vorbereitet sein, kein Schnellschuss… ja, das war uns wichtig.
DTMA: Du sagtest gerade, ihr habt alle „normale“ Jobs. Aber ihr kommt schon aus dem Filmbereich, oder nicht?
Stefan: Teil, teils. Also ich bin im Medienbereich tätig, ich bin Kameramann und Cutter für´s Fernsehen und konnte mein Know How da natürlich einfliessen lassen. Der Kameramann und die Techniker sind eigentlich fast alle schon im Medienbereich tätig. Was die Schauspieler angeht, klar, es sind größtenteils alles professionelle Schauspieler. Flo, du bist eine Ausnahme von zweien. Wir haben zwei Kleindarsteller gehabt.
DTMA (zu Florian): Kleindarsteller bist du in dem Film jetzt gerade nicht…
Stefan: Nee, im Film nicht! Aber was die Bezeichnung angeht…
Florian: Ja, also es ist so, ich habe kein professionelles Schauspielstudium hinter mir. Ich mache Film, Theater, alles so in diese Richtung schon seit 2003. Aber klar, in Deutschland ist es immer so, bist du Schauspieler, hast du ein Diplom, haste keins, biste kein Schauspieler, so nach dem Motto. Finde ich persönlich zwar nicht so wichtig, es kommt immer darauf an was man tut, aber wenn man es jetzt mal in diese Richtung sehen will, habe ich keinen Schauspielberuf.
DTMA: Wie seid ihr zusammengekommen?
Stefan: Wir kennen uns seit der Realschule! Das war total witzig. Wir haben damals Splattereffekte gebaut, sind zusammen losgezogen irgendwo in den Wald, haben rumprobiert mit irgendwelchen Special Effects, seit… keine Ahnung, wie alt waren wir da? 16, 17? Dann haben wir uns aus den Augen verloren. Und dann kam eben das mit dem Vampirfilm, und dann hatte ich das Gesicht vom Flo vor Augen und dachte mir, den schreibe ich jetzt mal an und frage ihn, ob er Lust hat mitzuspielen. Die Figur von Caspar war damals eigentlich noch gar nicht da. Ich hatte im Kopf, daß er halt einen der Vampire spielen könnte, und die Figur des Caspar ist dann erst nach und nach gewachsen.
Florian: Das ist dann eigentlich erst entstanden, daß sie ein eigener Charakter wird.
DTMA: Wie hat sich das Ganze finanziert?
Stefan: Der Film ist zu Beginn durch Eigenkapital entstanden, wir haben eigenes Geld reingesteckt, haben dann erstmal die ersten Bilder gedreht, Teaser geschnitten, Community aufgebaut. Kam gut an bei den Leuten, und dann haben wir Sponsoren dazugeholt und Coproduzenten. Und aus dem Grund hat das so lange gedauert. Geld zu beschaffen ist ein langer Prozess, auch im Low Budget-Bereich.
DTMA: Wie kommt der Film bei den Leuten hier an?
Stefan: Super! Ich bin total begeistert! Wir sind das erste Mal hier auf dem Weekend of Hell, und meine Erwartungen sind absolut übertroffen!
Florian: Ja, durchweg positiv, muß man wirklich sagen, ja.
DTMA: Wo kann man den Film denn sehen?
Stefan: Naja, das wird sich jetzt herausstellen. Ende Februar/Anfang März gibt es erstmal die Weltpremiere, und dann hängt es natürlich vom Label/Vertrieb ab – das steht ja auch noch nicht fest – wie und wann der Film dann erscheint. Definitiv als DVD/Blueray und Video on demand, das auf jeden Fall, aber einen zeitlichen Termin gibt es jetzt noch nicht. Aber das werdet ihr dann über Facebook erfahren.
DTMA: Wäre wünschenswert!
Stefan: Natürlich!
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Ich möchte mich an dieser Stelle nochmal bei allen Beteiligten für die super Gespräche und das echt lockere und freundliche Entgegenkommen bedanken. Mich persönlich haben die Interviews gerade auf die beiden deutschen – okay, bei „Scars of Xavier“ dann eben auf englisch – Produktionen ja mehr als neugierig gemacht.
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Abschließend nochmal zum Weekend of Hell: Auch wenn es immer noch oder immer wieder einige Negativpunkte gibt, sind wir beim nächsten Mal definitiv wieder dabei, denn das Positive überwiegt nach wie vor, und irgendwie macht die Veranstaltung scheinbar nicht nur uns süchtig… Und sicher ist es inzwischen niemandem entgangen, aber erwähnt werden soll es trotzdem: Bereits im April, genauer gesagt am 08. und 09.04.2017, wird es ein nächstes Mal geben! Dann „nur“ zwei Tage, dafür sind die Tickets günstiger als beim „regulären“ WOH. Und auch die ersten Stargäste sind bereits bekannt gegeben. Einfach mal auf der Homepage oder der Facebookseite vorbeischauen!
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Alle weiteren Fotos findet ihr hier:

Kitty Moan Convention 2016

Geschrieben von Andrea Rieskamp

Bereits zum zweiten Mal fand in diesem Jahr die Kitty Moan-Convention, kurz liebevoll Kittycon genannt, in Langenfeld statt. Diesmal allerdings nicht wie im Jahr zuvor in einem leerstehenden Ladenlokal eines Einkaufszentrums, sondern im Carl-Becker-Saal, der in einem kleinen flachen Backsteinbau, einem ehemaligen Fabrikgebäude, beheimatet ist und unter anderem dem Langenfelder Heimatverein sein Stammlokal bietet. Allerdings darf man sich davon nicht irritieren lassen, denn das Innere des Gebäudes erinnert keineswegs an die biederen Sitzungen von Dackelverein und Co., sondern gestaltet sich hell und eher schlicht.
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Kitty Moan… wer oder was verbirgt sich eigentlich dahinter, zumal die Convention nur für Besucher ab 16 Jahren zugelassen ist? Die Kittycon hat nichts mit einer Erotikmesse in irgendeinem Sinne gemein, wie so manche im Vorfeld vermutet haben. Die Convention ist viel mehr sehr literaturlastig, denn Kitty Moan, Schirmherrin der Convention, ist eine Romanfigur aus dem „Dark Erotica“-Genre. Um es mit Cannonball Randalls Worten zu beschreiben: „Eine Frau wie Kitty Moan gab es noch nie. Mit Köpfchen, Fäusten und den schärfsten Waffen der Frau spielt sie die entscheidende Rolle im ewigen Kampf Gut gegen Böse. Dabei tut sie all das, was anderen Heldinnen vor ihr streng verboten war: Voller Körpereinsatz. Für ihre Feinde ist sie Gottes fünfte Kolonne, für ihre Fans der Engel, der aus der Hölle kommt.“ Oder auch einfach: Eine Engeldämonin… Ihre Mutter war ein Engel, ihr Vater ein Dämon. Cannonball Randall alias Helmut Dunkel, Autor der erfolgreichen, mittlerweile 11 Bände umfassenden Romanreihe für Erwachsene, in denen „eine Menge Gewalt und eine Menge Sex“ eine grosse Rolle spielen, ist übrigens auch der Urheber und Organisator der Kittycon und stammt eigentlich aus dem graphischen Bereich; beispielsweise war er Graphikdesigner für Computerspiele. Dementsprechend sind auf der Kittycon nicht nur Autoren und Verleger, sondern auch jede Menge anderer Künstler vertreten, die mit ihren Werken in den Fantasybereich greifen. Insgesamt waren etwa 30 Aussteller vor Ort und es wurden 39 Lesungen und Vorträge gehalten. Die Idee, eine Convention aufzuziehen, kam ihm während einer Buchmesse in einer anderen Stadt, und er wünschte sich, in seiner Heimatstadt würde so etwas auch stattfinden. Mit viel Hilfe und Entgegenkommen von Freunden, Interessensteilern und auch von Stadt und Ämtern war die Idee recht schnell in die Tat umgesetzt.
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Übrigens ist die Kittycon eine Benefizveranstaltung. Ein Teil der Einnahmen, genauer gesagt 1 Euro pro Eintrittskarte, gehen an ein gemeinnütziges Projekt, in diesem wie auch im letzten Jahr an das Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland in Düsseldorf. Und auch das kommt nicht von ungefähr. Kitty Moan hat in den Romanen stets mit Gut und Böse zu kämpfen, und Cannonball Randall hat uns verraten, daß auch sie irgendwann in der Zukunft gemeinnützig tätig sein wird in Form von Förderprojekten oder ähnlichem.
Aber nun zur diesjährigen Veranstaltung. Der Carl-Becker-Saal verfügt leider über eine nur allzu geringe Anzahl an Parkplätzen, so daß man auf die umliegenden Strassen ausweichen muß, was bei großem Andrang schon zu argen Schwierigkeiten führen dürfte. Wir aber waren sehr frühzeitig da und hatten überhaupt kein Problem, eine Parklücke zu finden. Nächstes Manko war die Beschilderung. Leider führten weder zum Saal noch zur Convention irgendwelche Hinweise, bis auf ein riesiges aufgestelltes Plakat direkt vor dem Gebäude, das mir jedoch nur ins Auge fiel, weil noch jemand daran gebastelt hat, ansonsten wäre ich auch dort blind vorbeigefahren. Entschädigt wurde man jedoch gleich am Eingang durch die durchweg gute Laune und Freundlichkeit sämtlicher Mitarbeiter.
Betritt man den Carl-Becker-Saal, landet man erst einmal im Cateringbereich mit großer Theke, wo man sich günstig mit alkoholischen und alkoholfreien Getränken sowie einer übersichtlichen Auswahl an Essen versorgen konnte. Sogar an die Veganer unter uns war gedacht worden, für sie stand ein leckeres Curry-Tofu mit Gemüse und Reis für 5,50 € auf dem Speiseplan.
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Dann der Saal. Klein und übersichtlich, jedoch randvoll gefüllt mit allerlei Ständen. Die Mitte gehörte Verlagen und Autoren wie dem Verlag Torsten Low, dem acabus Verlag, der Agentur Ashera, Halina Sega, Carola Kickers, Tillmann Courth, Esther Barvar, dem Shadodex-Verlag, Bernar LeSton, Alessandra Reß, Ute Raasch, Anja Fahrner, Hope Cavendish, Lisa Dröttboom, Axel Kruse, André Geist und geisterspiegel.de.
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An den Rändern des Saals die Künstler anderer Art: Mue mit homoerotischen Comics, Tinnef mit Deko, Schmuck und Accessoires aus dem Gothic-, Steampunk- und Post-Apokalypsebereich, das „Bundesamt für magische Wesen“, Vincent Lentzsch Shirtdesigns, Martin Schlierkamp mit Gemälden zu Film und Literatur, der teuflische Belladeath mit Tassen, Taschen und anderer Kunst, die liebe Anna Kersten mit ihren Gemälden und Illustrationen aus dem Horror- und Fantasybereich, die Illustratorin KeyD, Airbrushkünstler Uwe Fischer, Handmade NAY, blutige Gewänder und Accessoires von Event-Fashion Koch/Robenwald und auch Micha Sommer mit seiner von einer Sylvesterparty übrig gebliebenen männlichen Gummipuppe und seinen „Geschichten aus Rammelstadt“. Man möge mir verzeihen, wenn ich jemanden vergessen habe, doch trotz der Überschaubarkeit des Saals gab es jede Menge zu sehen und bestaunen.
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Als allererstes landete man jedoch am Kitty Moan-Stand, Infostand und Verkauf der Romane und zugehörigem Merch. Jedem Besucher wurde erst einmal eine Tüte mit Convention-Aufdruck in die Hand gedrückt; im Inneren waren sämtliche Flyer zu sämtlichen Ausstellern sowie das 100 Seiten(!!) starke Programmheft mit Informationen, Leseproben und Ablaufplan zu finden.
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Auf der kleinen Bühne im hinteren Bereich des Saals hatte Jörg Schmidt, Urheber des „I am human against hate and racism“-Projekts, sein Fotoatelier errichtet. Hier konnte man sich selbst in die Bilderflut derjenigen, die sich schon für diese Fotoreihe hatten ablichten lassen und deren Konterfeis ausgedruckt aushingen, einreihen. Hintergrundinformationen zum Projekt gibt es im kurzen Video:

Auch ein Außengelände gehörte zum Saal. Über eine Metalltreppe erreichte man das Lager der Piraten um Käptn Black von AERA HARD, wo es neben tollen Fotomotiven beispielsweise auch Verhandlungen mit dem „Amt für Aetherangelegenheiten“ zu belauschen gab – Pech für das Amt, sie sind pirat versichert! – und die liebevoll umgestalteten Bobbycars, mit denen später noch ein Rennen veranstaltet werden sollte, zu bewundern waren. Das eigentliche Außengelände gestaltete sich sehr viel größer, ein kleiner Park mit herbstlichem Baumbestand und einem alten verwitterten Pavillon, für Fotosessions wie geschaffen und eigentlich auch hervorragend für noch mehr Convention geeignet. Leider durfte das Areal jedoch nicht genutzt werden, das Fotografen und Modelle dennoch nicht von der ein oder anderen Fotoserie abgehalten hat.
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Laut Zeitplan sollten draußen vor den Türen des Saals ab 11.00 Uhr erste Lesungen stattfinden. Hier machten sich dann die Startschwierigkeiten bemerkbar, denn zu dem Zeitpunkt herrschte in den Zelten, die eigens dafür aufgebaut worden waren, noch gähnende Leere. Um 11.17 Uhr stand gar noch eine Leiter im Cateringbereich. Um 12.00 Uhr begab sich Cannonball Randall auf die Bühne und begrüßte Besucher und Aussteller. Bekleidet mit hellem Anzug und Hut beschwor er Assoziationen zu Ernest Hemingway herauf und wirkte trotz aller Widrigkeiten herrlich entspannt. Auch die Lesungen, teilweise sehr leidenschaftlich, manchmal aber auch recht monoton vorgetragen, kamen endlich in Gang. Lediglich Zelt 4, in dem laut Programm die Workshops stattfinden sollten, war nicht zu finden. Der Airbrush-Workshop fand letztlich am Stand in der Halle statt, wobei es das Wort Workshop nicht recht trifft, denn Uwe Fischer kümmerte sich einfach zwischendurch um jeden Interessierten, stand Rede und Antwort und ließ jeden Neugierigen die Pistolen ausprobieren. Den Worbla-Workshop habe ich leider vergeblich gesucht.
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Auch sonst habe ich Aussteller selten so freundlich und vor allem auskunftsfreudig erlebt. Seien es die Techniken, mit denen bei Tinnef einzelne Stücke handgefertigt worden waren, oder die Hintergründe zu den Bildern von Martin Schlierkamp, über mangelnde Informationen konnte man hier ganz sicher nicht klagen.
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Was gab es noch? Ach ja… eine Piratenhochzeit, natürlich vollzogen von Käptn Black, sowie das Bobbycar-Rennen quer durch die Halle, mitten durch die Gänge. Letzteres wirkte dann leider doch etwas deplaziert auf einer Convention für Erwachsene… auch wenn in uns allen irgendwo noch das Kind schlummert.
À propos Kinder… Ein wenig irritierend war, daß dort tatsächlich welche herumliefen. Ja, es war eine Convention für Erwachsene, und bei den Kindern handelte es sich um den Nachwuchs der Aussteller. Mein Verständnis geht da jedoch leider gen null.
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Neben den Piraten gab es natürlich noch weitere Cosplayer unter den Besuchern. Zu den üblichen Verdächtigen wie diverser Zombies und den Leuten von Silent Hill kamen auch allerlei Fantasiegeschöpfe und der Tod, der mit einem „Free hugs“-Schild um den Hals um Umarmungen bettelte und als Gegenleistung Lebenszeit schenkte, leider jedoch niemand im Kitty Moan-Look.
Alles in allem eine kleine, feine Convention in familiärer Athmosphäre, die sowohl von Besuchern als auch von den Ausstellern durchweg positiv aufgenommen wurde. Der Termin für nächstes Jahr steht, die Plakate sind bereits gedruckt, und ich freue mich schon darauf zu sehen, wie sich alles entwickelt. Nicht nur für Literaturfreunde von Horror- und Fantasyromanen zu empfehlen, sondern auch für künstlerisch Begeisterte und Cosplayfans. Von mir ein: Liebendgern wieder!
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Die Konzerte
Die Konzerte möchte ich nur kurz umreissen, waren sie doch nur „schmückendes Beiwerk“ zur Convention. Um kurz nach 19 Uhr schlossen sich die Türen zur Halle, um die Stände der Aussteller zu schützen. Neben der Theke im Cateringbereich wartete schon den ganzen Tag eine Minibühne auf ihren Einsatz. Nun hieß es warten, trinken, essen und vorfreuen auf die Aftershowparty. Leider war ein Großteil der Aussteller schon gegangen, da sie für den nächsten Tag ausgeruht sein wollten, dafür waren jedoch neue Gäste eigens für die Aftershowparty erschienen.
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Relativ pünktlich ging es um 20.16 Uhr mit We´rewolf gehörig laut und rasant los. Sängerin „Debauchery Bloodbabe“ zog recht schnell mit ihrer rauhen Rockröhre das Publikum in ihren Bann, und Gitarrist Casey Kasket gelang es trotz des allzu geringen Platzes vor dem Podest herumzuwandern und auch mal auf selbigem neben Drummer Tom B. Stone zu spielen. Wahrscheinlich war es das Ambiente, das bei mir schnell das Bild einer Schulband heraufbeschwor. Technische Probleme unterstützten diesen Anschein, so manches mal gingen die Stimmen arg unter. Und auch der ein oder andere Ton, vor allem im mehrstimmigen Gesang mit Casey Kasket und Bassist Sam Matery ging das ein oder andere Mal daneben. Für ihre eigene kleine Minifanbase jedoch kein Grund, weniger zu feiern. Selbst die von der Band einberaumte 2-Minuten-Rauchpause nutzten sie dazu, selbst weiterzusingen.
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Act Nummer zwei waren Epilirium. Die Heavy-Band aus Monheim, deren neues Album gerade erst erschienen ist und das sie auch eifrig bewarben, stellte von Anfang an einen klaren Kontrast du ihren Vorgängern dar. Gleich die ersten Töne von Sänger Lukas Remus zeigten sein bombastisches Stimmvolumen mit viel Dreck und Vibrato. Fünf Mann auf geringem Raum, vier vorn in einer Reihe, das sah anfangs doch recht lustig aus. Während die erste Alkoholleiche mit dem Kopf auf dem Hellgreaser-Tisch ihren Rausch ausschlief, spulte die Band bravorös ihr Programm ab. Lukas Remus, wegen der Helligkeit der Scheinwerfer mit Sonnenbrille bekleidet, bemühte sich um die Gunst der Zuschauer, sagte zu jedem einzelnen Song ein paar Worte, animierte zwischendurch auch immer mal wieder das Publikum und spielte während der Instrumentalparts Luftgitarre. Belohnt wurde die Band mit Zugaberufen, denen sie auch prompt nachkamen.
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Um 22.31 Uhr war es dann Zeit für die Hellgreaser und den Bloody Moonlight Dance. Übrigens die einzige Band mit eigener Deko und eigenem Backdrop. Auch hier wurde jeder Song angesagt, entweder von Sänger The Slaughter Lamb oder auch von Bassist Screaming Hairy. Voll in seinem Element war jedoch vor allem Drummer Demon Machine, der förmlich vor Energie sprühte, auch schonmal stehend den nächsten Song intruierte und über das Mikro Bier bestellte. Neben ihrem üblichen Programm stellte die Band auch ihre neue Single „Blood traces“ vor. Und bei „Go Hellgreaser go“ ließ es sich We´rewolf-Gitarrist Casey Kasket nicht nehmen und brüllte mit in Hairys Mikro. Und wer sich fragt, warum die Show so abrupt geendet hat und trotz Zugaberufen nichts mehr kam… das lag an einer Verwechslung in der Setlist, wodurch schlicht und einfach versäumt wurde, die Zugabe, die es tatsächlich gab, auch als solche anzukündigen. Shit happens!
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Alle weiteren Fotos vom Samstag findet ihr hier: Kitty Moan Convention
Und hier alle Konzertfotos: Aftershow-Party

Kitty Moan Convention – Die Aftershow-Party

Am Samstag-Abend gab es auf der Kitty Moan Convention noch eine Aftershow-Party mit Live-Musik von We’rewolf, Epilirium und Hellgreaser. Hier sind nun wie versprochen die Fotos!

 

Alle Bilder unterliegen dem Urheberecht und dürfen ohne Zustimmung von DarkTMovieart nicht verwendet werden! 

WE’REWOLF

 

 

EPILIRIUM

 

 

HELLGREASER

2. Kitty Moan Convention – Carl-Becker-Saal Langenfeld

Die ersten Bilder von der Kitty Moan Convention sind fertig! Es sind eine Menge Fotos von Samstag, schaut euch um, es lohnt sich! Die Bilder vom Konzert-Abend werden noch folgen.

Viel Spaß!

 

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Act of Goat, Hollow Words, KRUD, Moment of Detonation – live im Underground Wuppertal 14.10.2016

Vier Bands an einem Abend für läppische 8€ und es war großartig! Nur leider, wie so oft, haben nur wenige ihren Hintern bewegt und sind ins Underground gekommen. Leute…so macht man die Live-Szene kaputt. Bewegt eure Ärsche in die Clubs, kauft ne CD und hebt die Gläser!

Hier sind schon mal die Bilder von Angela, Sebis Fotos kommen später noch dazu.

 

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Act of Goat

 

 

Hollow Words

 

 

KRUD

 

 

Moment of Detonation

Ignis Fatuu – live im LCB Wuppertal 07.10.2016

Was war das für ein grandioser Abend im LCB! Nach punch’n‘ judy gab es nur ein kurze Umbaupause und direkt ging es gut gelaunt weiter. Ignis Fatuu hatten wir zuvor noch nicht live gesehen, aber es wird sicher nicht das letzte mal gewesen sein. So machen Konzert-Abende richtig viel Spaß!

 

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