Punch´n´Judy – Mein Kind official Video

Am 16 & 17 Juli hatten wir mit der Band Punch´n´Judy zwei anstrengende, aber sehr lustige Drehtage zum Song „Mein Kind“.

Samstags standen die „Märchenszenen auf der Hohensyburg in Dortmund, sowie ein Szenendreh in einer Bäckerei an. Abends wurde noch ein Garten stimmig mit einem Lagerfeuer in Szene gesetzt. Der Drehtag ging von 11.00 Uhr bis ca. 2.00 Uhr

Am nächsten Tag ging alles nach Wuppertal ins Underground wo wir von 13 Uhr bis ca. 18 Uhr die Bandszenen drehten.

Wir haben in zwei Tagen an 4 Location´s gedreht und konnten unseren Drehplan minutiös einhalten.

Wir bedanken uns ganz groß bei:

Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe – Bau- und Liegenschaftsbetrieb

Müllers Backes‚ in Dortmund-Hohensyburg, Familie Andreas Krupa

Tamara Kaeufer für die Nutzung ihres Gartens!

und natürlich beim Underground Wuppertal (Mel & Dirk)

für die Drehgenehmigungen.

Und natürlich auch einen super lieben dank an alle Beteiligten!

Gesang – Captain Cooper

Akkordeon – Ute
Gitarre – Peter
Bass – Chris
Schlagzeug – Andreas

Darsteller:
Kind – Kitty von Bahrfeldt
Rumpelstilz – Sascha Kaeufer
Müllerstochter – Franziska Schoft
Müller – Der Vagant
König – Florian Schoft
Leibwache – Lars ‚Lucien‘ Schröder
Frau – Netti von Bahrfeldt

Crew:
Klappe – Kathrin Kornas
Sethelp – Svenja Telgheider
Sethelp – Stephanie Maurer
Sethelp – Ibo Nez
Kamera – Dilara Erbe
Kamera – Marvin Prochazka
Kamera – Sven von Bahrfeldt
Kamera – Sebi Stirner
Kamera – Tom Dunkler
Making of-Kamera – Erich S.

Das Video ist seit dem 22.09.16 auf dem Kanal von Punch ´n´Judy zu sehen.

Viel Spaß damit.

Diversity of Darkness – Underground Wuppertal 24.09.2016

Diversity of Darkness spielten wieder live im Underground und diesmal hatten sie sogar zwei neue Songs im Gepäck. Die Stimmung war vom ersten Ton an umwerfend und auch wenn das Underground nicht sehr voll war, so wurde doch richtig gut gefeiert. Kaum war der letzte Song gespielt, erschallten auch schon die Zugabe-Rufe. Hier sind unsere Fotos:

Alle Bilder unterliegen dem Urheberecht und dürfen ohne Zustimmung von DarkTMovieart nicht verwendet werden!

Feuertal Festival 2016

Geschrieben von Andrea Rieskamp.

Subway to Sally-39

Feuertal…ein Festival in Wuppertal auf der Waldbühne Hardt… Was für viele inzwischen ein alljährliches Muss ist, war für mich bis dato neu, und ich konnte mir ein Festival in dieser doch nicht allzu grossen Stadt auf einer Bühne, die ich bisher nie gesehen hatte, gar nicht vorstellen. Am 26. August 2016 machten wir uns bei nicht weniger als 33°C an den Aufstieg dorthin. Zwar fährt auch ein Bus quasi direkt vor den steinernen Torbogen, der auf das auf einem Hügel gelegenen Gelände führt, doch allzu weit ist es von den tiefer gelegenen Hauptstrassen auch zu Fuß nicht. Mit verschmerzlicher Zeitverzögerung gelangten wir gemeinsam mit doch schon zahlreichen anderen Festivalbesuchern auf das Gelände, das auf zwei Ebenen aufgeteilt ist. Auf der unteren befand sich ein sehr überschaubarer Mittelaltermarkt mit einem Bierstand, immerhin drei Buden für das leibliche Wohl (die Hälfte davon tatsächlich vegetarisch!), einem Wassereisverkäufer (der an diesem Wochenende bei diesen Temperaturen wahrscheinlich das Geschäft seines Lebens gemacht hat), den obligatorischen Merchandisestand, Wahrsager, Mäuselabyrinth und einige wenige Feilbieter für mittelalterliche Kleidung und Accessoires. Und… Dixieklos!! Diese waren jedoch zugegebenermassen sehr sauber, nach Männlein und Weiblein getrennt und sogar mit ausreichend Papier ausgestattet. Feuertal, es sei dir verziehen. Eine kleine Bühne ist noch zu erwähnen, auf der während der Umbauzeiten und Soundchecks der Waldbühne Pausenmusik dargeboten wurde. Am ersten Tag unterhielten Glyn Edmonds und Christoph Brodersen die Feuertaler mit zweistimmigem Folk – leider immer wieder übertönt durch die Pausenmusik, die von der Waldbühne herunterschallte. An Sitzmöglichkeiten mangelte es übrigens doch etwas. Wenn man sich nicht einfach irgendwo auf die spärlichen Rasenflächen fläzen wollte, blieben einem nur Treppen und einige wenige Bierzeltgarnituren, von denen die Hälfte stets der prallen Sonne ausgesetzt waren – kein Spaß bei dieser Hitze.

Kleidungstechnisch war hier übrigens alles erlaubt. Wer erwartet hat, auf einem überwiegend von Folk und Mittelalterklängen geprägten Festival eben entsprechende Gewandungen vorzufinden – weit gefehlt. Neben nur wenigen von diesen schien die Mehrheit der Besucher eher den Weg nach Wacken verpaßt zu haben. Natürlich gab es auch zahlreiches schwarzes Volk, durchzogen von blauen Adidasturnschuhen mit weißer Sohle zum braunen Mittelalterleinkleid, weisse Shirt-Shorts-Kombi mit blauem Aufdruck, die man eher im Sportstudio vermutet hätte, Omas Bistrogardine aufgenäht auf Kinderröcken und dank der Hitze unzählige nackte Füsse mit Nägeln in diversen Ungepflegtheitsstadien in Flipflops.
DELVA-1
Über eine der eben erwähnten Treppen gelangt man zur höher gelegenen Hauptbühne, einer kleinen feinen Amphitheaterbühne mit einer schroffen Felswand im Hintergrund und natürlichen grasbewachsenen und mit Stein umrandeten flachen Stufen. Vor einem halb gefüllten Platz (man beachte, daß 14 Uhr an einem Freitag auch recht früh ist für einen Festivalbeginn) eröffnete Subway To Sally-Frontmann Eric Fish, der an diesem Tag durch das Programm führte und das Publikum vor jedem neuen Act mit eigenen Songs beglückte, pünktlich das diesjährige Feuertal-Festival mit einem nicht ganz so originellen Text, in dem die Namen der diesjährigen Künstler eingebaut waren und bei denen das Publikum jubeln sollte – was es auch brav tat. Danach folgte die Feuertal-Hymne mit einem doch ein wenig missglückten Playback, was der Mehrheit der Zuschauer jedoch egal zu sein schien, denn sie sangen mit und man merkte, die waren nicht zum ersten Mal hier.
DELVA-6
Erster Act des Tages waren Delva. Die größtenteils deutsch singende Folkband aus München mit Frontfrau Johanna Krins, deren Stimme im Vorfeld hoch angespriesen wurde, bot Songs, die eher melancholisch stimmten denn als Einsteiger eines Festivals taugten. Das Beeindruckendste bot wohl ASP-Geigerin Ally Storch, die die bandeigene Geigerin Judith Krins vertrat, allerdings betraf das eher ihre Haarlänge als ihr doch etwas hartes Geigenspiel.
Spielbann-17
Mehr Schwung brachten Spielbann auf die Bühne. Mit durchweg schwarzer, ein bißchen abgerissen wirkender Kluft, die Männer mit bleich geschminkten Gesichtern und Sängerin Nic Frost mit ihren langen rotschwarzen Haaren machte die Band aus dem Saarland schon rein optisch einiges her, zumal die Mitglieder schon rein altersmäßig interessant gemischt sind und die Musiker im Vergleich zu Sänger Seb Storm sehr jung wirkten – was nun keinesfalls heißen soll, daß er alt ist! Hinter ihrer als Düsterrock deklarierten Musik steckte ordentlich Wums, und Nic und Seb wirkten wie die reinsten Energiebündel, und obwohl beide gesanglich nicht ganz sicher wirkten und auch Texte und Musik nicht wirklich etwas Neues boten, mischten sie die Menge gut auf.
Unzucht-2
Mit nochmal deutlich härteren Klängen warteten Unzucht auf. Mit ihren zugegebenermassen manchmal fast schon schlagermässig klingenden Melodien mischte die hannoversche Kombo das Publikum richtig auf, der charismatische Frontmann Der Schulz brachte mit seiner sonoren Stimme, seinem Geschick, die Texte gut verständlich zu singen und seiner ganzen lebhaften Art die Menge zum Mitmachen und -tanzen. Trotz der Hitze hat er den halben Gig lang seine Lederjacke tapfer anbehalten und sichtbar Spaß am ganzen Auftritt.
FAUN-22
Eher ruhig wurde es dann mit Faun, die dem aufmerksamen Free TV-Zuschauer durch die dort laufende Werbung für ihr neues Album „Midgard“ nicht mehr unbekannt sein dürften. Die ebenfalls aus München stammende sechsköpfige Medieval/Celtic-/Nordic-/Paganfolkband bestach durch die Vielseitigkeit ihrer zum größten Teil mittelalterlichen Instrumente und langer Instrumentalpassagen und zog so eher die Fans eben jener Musik in ihren Bann, die bereitwillig den Aufforderungen zum Melodiennachsingen nachkamen.
ASP-39
Nach einer längeren (ja, sie war gefühlt sehr sehr lang) Umbauphase betraten dann ASP als Headliner dieses Abends die Bühne. Halt – erst einmal tauchte Ally Storch wieder auf und fidelte das Intro, bevor die Frankfurter dann auftauchten und Asp über die Bühne kasperte und die Fans zum Mitsingen und Klatschen animierte. War es anfangs noch ein wenig zu hell für die Lichteffekte, wirkten diese im Laufe des immer dunkler werdenden Abendhimmels umso spektakulärer. Dicht an dicht stand nun das Publikum auf dem mittlerweile übervollen Hang und feierte die Duette von Asp mit Nic Frost, Asp mit Nic und Seb Storm und auch Asp und Eric Fish als bombastischer Höhepunkt des Abends. Finale Zusammenfassung Tag 1 folglich: ASP & Friends.
FT2016-4
Tag 2 begann ähnlich wie der Tag zuvor. Aufstieg, relativ schneller Einlass, kleiner Mittelaltermarkt… aber halt, heute stand auf der Pausenbühne erst einmal ein Dudelsäckler, der kläglich schief seine Melodien dudelte und nach gewisser Zeit recht nervtötend wirkte. Und noch etwas war anders: Da Eric Fish an diesem Abend selbst mit Subway To Sally auf der Bühne stehen sollte, führte heute kein Geringerer als Asp durch das Programm und animierte das Publikum wieder und wieder hartnäckig dazu, vor jedem neuen Gig wieder und wieder eine bestimmte Melodie (Heyoooo…) zu singen, bis die Musiker auf der Bühne erschienen. Natürlich agierte auch hier die Menge ganz in seinem Sinne.
Paddy-5
Erster Künstler des zweiten Tages war Paddy Schmidt, bekannt als Frontmann von Paddy Goes To Holyhead. Autark agiert der begnadete Musiker wie ein Comedian und gab Schwanks von seinen Auftritten gepaart mit Songs und diversen lustigen musikalischen Anekdoten zum Besten, beispielsweise auf wieviele verschiedene Arten und Musikstile man „Wild Rover“ singen und interpretieren kann. Für Songs wie „Dirty Old Town“ fehlt seiner klaren tragenden Stimme jedoch der gewisse „Dreck“. Das Publikum fand´s unterhaltsam, lediglich im oberen hinteren Teil des Amphigeländes unterhielten sich einige Besucher derart unhöflich, ignorant und störend laut, daß man teilweise den Künstler nicht mehr verstand. Schade. Ein kleiner Trost war, daß Paddy anschließend an seinen Auftritt den Dudelsackspieler auf der Mittelalterbühne ablöste. Danke!!
Knasterbart-5
Ein brachialer Kontrast dazu waren die nachfolgenden Knasterbart. Teilweise in Mittelaltergewänder verpackt, teilweise eher als hätten sie den Aschermittwoch verpennt und noch drei Wochen hinter der Kneipe gelegen, gab die Kombo mit extra überzeichneten Mimiken ihre semihumorvollen Texte zum Besten. Wie kann man ihre Musik beschreiben? Sie selbst bezeichnen sie als „süffisanten Folkrock der ganz besonderen Art“, bei mir stiegen Assoziationen wie eine Mischung aus Piraten- und irischem Kneipenschlager, Mitgröhlmusik oder auch Ballermannmucke der Mittelaltermärkte auf. Aber: Man wippt unweigerlich mit, man kann gar nicht anders, und die Stimmung im Publikum hat gekocht!
Firkin-41
Noch einen drauf setzten dann Firkin. Die recht unbekannte Band aus Budapest überraschte mit teils schwermütigen, größtenteils jedoch temporauschenden Folksongs und eroberte wie ein Wirbelwind – oder eher wie ein brachialer Tornado – das Publikum. Neben der grandiosen Violinistin Lili bestach vor allem Flötist PJ, der wie ein Verrückter auf der Bühne umherhüpfte und gleichzeitig derart virtuos sein Instrument beherrschte, wie ich es noch nie erlebt habe. Grandios! Faszinierend war auch das Zusammenspiel zwischen diesen klassischen Instrumenten und der E-Gitarre von Baszi. Und Sänger Andy brachte dann endlich den Dreck in der Stimme mit. Die Kombo hatte sichtlich Spass auf der Bühne, und ganz ehrlich, die Pogues sind heutzutage fast ein Dreck dagegen.
Versengold-34
Mit Versengold kehrte die deutsche Sprache zurück auf die Bühne. Mit mittelalterlicheren Instrumenten wie Bodhra oder Fidel – neben Gitarre und Drums – und mit ernsthafteren, sinnvolleren Texten zogen die Bremer Musikanten das Publikum nun auch in ihren Bann, das fröhlich die Mitsingtrinklieder mitsang, während unten auf dem Mittelaltermarkt die vegetarischen Speisen ausgingen und Paddy auf der kleinen Bühne vom Trinkgeldkollektivjubelschrei der Bierwagenbesatzung respektlos übertönt wurde.
Subway to Sally-27
Paddy sang übrigens noch, als final dann Subway To Sally ihren Gig begannen. Und hier war auch wieder ein schon altbekanntes Gesicht… oder auch eine altbekannte Haarpracht, denn wieder war Geigerin Ally mit von der Partie. Eric Fish, nun im altbekannten Subway-Outfit mit Stirnband, wirbelte über die Bühne und wurde von der Menge (rund 2000 verkaufte Karten, rund 2000 Besucher auf den restlos gefüllten Stufen) umjubelt. Leider war der Gesang nicht ganz so gut gemischt, doch das hielt die Potsdamer Band nicht davon ab, mit den Fans zu feiern und sich feiern zu lassen.

Und wer noch nicht genug gefeiert hatte, ging anschließend – wie übrigens auch am Vorabend – nicht nach Hause, sondern besuchte noch die Aftershowparty im Underground, wo sich auch so mancher Musiker zeigte und den Abend ausklingen ließ.
Subway to Sally-38
Abschließend kann ich sagen, es war ein kleines, feines Festival mit einer guten Auswahl an Bands in kleinem familiären Rahmen, übrigens auch sehr behindertenfreundlich und mit Ordnern, die sich nicht aufspielten und dezent im Hintergrund agierten… okay, bis auf den einen, der uns am zweiten Tag von der Behindertenrampe scheuchte, weil er meinte, aufgrund einer Unwetterwarnung schnell in der Lage sein zu müssen, die Rollstühle sofort herunterzuholen – nachdem wir schon anderthalb Tage lang jedes Mal bereitwillig den Weg für die Rollifahrer freigemacht und geholfen hatten, die Rampe hinauf und hinunter zu gelangen, und das wohl schneller, als er hätte agieren können… aber irgendwen gibt´s ja immer 😉 Ansonsten: Herrlich ungezwungen und bis auf die genannten Störfaktoren auch herrlich rücksichtsvoll. Heyoooo!!