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Interview mit David Brückner auf dem Weekend of Hell

Das Weekend of Hell im April… natürlich ließen wir von DTMA als „WoHell-Süchtige“ uns diesen zusätzlichen Termin nicht entgehen.
Unser Hauptaugenmerk lag diesmal bei den Filmemachern bzw. bei den Vertretern der Independent-Filme, die ihre Werke vor Ort vorgestellt haben.

„Paranormal Demons“, ein englischsprachiger Streifen, der das Found Footage-Genre mit Terror und Splatter vereinen soll und in dem im Indiebereich recht bekannte Schauspieler wie MOLOCH, Olivia Dean, Josh Madry, Ildiko Prezsley, Sebastian Weissbach und Kristina Kostiv mitwirken, machte den Anfang.

Mehr dazu hat uns Regisseur David Brückner verraten.

– Andrea

Kitty Moan Convention 2016

Geschrieben von Andrea Rieskamp

Bereits zum zweiten Mal fand in diesem Jahr die Kitty Moan-Convention, kurz liebevoll Kittycon genannt, in Langenfeld statt. Diesmal allerdings nicht wie im Jahr zuvor in einem leerstehenden Ladenlokal eines Einkaufszentrums, sondern im Carl-Becker-Saal, der in einem kleinen flachen Backsteinbau, einem ehemaligen Fabrikgebäude, beheimatet ist und unter anderem dem Langenfelder Heimatverein sein Stammlokal bietet. Allerdings darf man sich davon nicht irritieren lassen, denn das Innere des Gebäudes erinnert keineswegs an die biederen Sitzungen von Dackelverein und Co., sondern gestaltet sich hell und eher schlicht.
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Kitty Moan… wer oder was verbirgt sich eigentlich dahinter, zumal die Convention nur für Besucher ab 16 Jahren zugelassen ist? Die Kittycon hat nichts mit einer Erotikmesse in irgendeinem Sinne gemein, wie so manche im Vorfeld vermutet haben. Die Convention ist viel mehr sehr literaturlastig, denn Kitty Moan, Schirmherrin der Convention, ist eine Romanfigur aus dem „Dark Erotica“-Genre. Um es mit Cannonball Randalls Worten zu beschreiben: „Eine Frau wie Kitty Moan gab es noch nie. Mit Köpfchen, Fäusten und den schärfsten Waffen der Frau spielt sie die entscheidende Rolle im ewigen Kampf Gut gegen Böse. Dabei tut sie all das, was anderen Heldinnen vor ihr streng verboten war: Voller Körpereinsatz. Für ihre Feinde ist sie Gottes fünfte Kolonne, für ihre Fans der Engel, der aus der Hölle kommt.“ Oder auch einfach: Eine Engeldämonin… Ihre Mutter war ein Engel, ihr Vater ein Dämon. Cannonball Randall alias Helmut Dunkel, Autor der erfolgreichen, mittlerweile 11 Bände umfassenden Romanreihe für Erwachsene, in denen „eine Menge Gewalt und eine Menge Sex“ eine grosse Rolle spielen, ist übrigens auch der Urheber und Organisator der Kittycon und stammt eigentlich aus dem graphischen Bereich; beispielsweise war er Graphikdesigner für Computerspiele. Dementsprechend sind auf der Kittycon nicht nur Autoren und Verleger, sondern auch jede Menge anderer Künstler vertreten, die mit ihren Werken in den Fantasybereich greifen. Insgesamt waren etwa 30 Aussteller vor Ort und es wurden 39 Lesungen und Vorträge gehalten. Die Idee, eine Convention aufzuziehen, kam ihm während einer Buchmesse in einer anderen Stadt, und er wünschte sich, in seiner Heimatstadt würde so etwas auch stattfinden. Mit viel Hilfe und Entgegenkommen von Freunden, Interessensteilern und auch von Stadt und Ämtern war die Idee recht schnell in die Tat umgesetzt.
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Übrigens ist die Kittycon eine Benefizveranstaltung. Ein Teil der Einnahmen, genauer gesagt 1 Euro pro Eintrittskarte, gehen an ein gemeinnütziges Projekt, in diesem wie auch im letzten Jahr an das Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland in Düsseldorf. Und auch das kommt nicht von ungefähr. Kitty Moan hat in den Romanen stets mit Gut und Böse zu kämpfen, und Cannonball Randall hat uns verraten, daß auch sie irgendwann in der Zukunft gemeinnützig tätig sein wird in Form von Förderprojekten oder ähnlichem.
Aber nun zur diesjährigen Veranstaltung. Der Carl-Becker-Saal verfügt leider über eine nur allzu geringe Anzahl an Parkplätzen, so daß man auf die umliegenden Strassen ausweichen muß, was bei großem Andrang schon zu argen Schwierigkeiten führen dürfte. Wir aber waren sehr frühzeitig da und hatten überhaupt kein Problem, eine Parklücke zu finden. Nächstes Manko war die Beschilderung. Leider führten weder zum Saal noch zur Convention irgendwelche Hinweise, bis auf ein riesiges aufgestelltes Plakat direkt vor dem Gebäude, das mir jedoch nur ins Auge fiel, weil noch jemand daran gebastelt hat, ansonsten wäre ich auch dort blind vorbeigefahren. Entschädigt wurde man jedoch gleich am Eingang durch die durchweg gute Laune und Freundlichkeit sämtlicher Mitarbeiter.
Betritt man den Carl-Becker-Saal, landet man erst einmal im Cateringbereich mit großer Theke, wo man sich günstig mit alkoholischen und alkoholfreien Getränken sowie einer übersichtlichen Auswahl an Essen versorgen konnte. Sogar an die Veganer unter uns war gedacht worden, für sie stand ein leckeres Curry-Tofu mit Gemüse und Reis für 5,50 € auf dem Speiseplan.
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Dann der Saal. Klein und übersichtlich, jedoch randvoll gefüllt mit allerlei Ständen. Die Mitte gehörte Verlagen und Autoren wie dem Verlag Torsten Low, dem acabus Verlag, der Agentur Ashera, Halina Sega, Carola Kickers, Tillmann Courth, Esther Barvar, dem Shadodex-Verlag, Bernar LeSton, Alessandra Reß, Ute Raasch, Anja Fahrner, Hope Cavendish, Lisa Dröttboom, Axel Kruse, André Geist und geisterspiegel.de.
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An den Rändern des Saals die Künstler anderer Art: Mue mit homoerotischen Comics, Tinnef mit Deko, Schmuck und Accessoires aus dem Gothic-, Steampunk- und Post-Apokalypsebereich, das „Bundesamt für magische Wesen“, Vincent Lentzsch Shirtdesigns, Martin Schlierkamp mit Gemälden zu Film und Literatur, der teuflische Belladeath mit Tassen, Taschen und anderer Kunst, die liebe Anna Kersten mit ihren Gemälden und Illustrationen aus dem Horror- und Fantasybereich, die Illustratorin KeyD, Airbrushkünstler Uwe Fischer, Handmade NAY, blutige Gewänder und Accessoires von Event-Fashion Koch/Robenwald und auch Micha Sommer mit seiner von einer Sylvesterparty übrig gebliebenen männlichen Gummipuppe und seinen „Geschichten aus Rammelstadt“. Man möge mir verzeihen, wenn ich jemanden vergessen habe, doch trotz der Überschaubarkeit des Saals gab es jede Menge zu sehen und bestaunen.
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Als allererstes landete man jedoch am Kitty Moan-Stand, Infostand und Verkauf der Romane und zugehörigem Merch. Jedem Besucher wurde erst einmal eine Tüte mit Convention-Aufdruck in die Hand gedrückt; im Inneren waren sämtliche Flyer zu sämtlichen Ausstellern sowie das 100 Seiten(!!) starke Programmheft mit Informationen, Leseproben und Ablaufplan zu finden.
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Auf der kleinen Bühne im hinteren Bereich des Saals hatte Jörg Schmidt, Urheber des „I am human against hate and racism“-Projekts, sein Fotoatelier errichtet. Hier konnte man sich selbst in die Bilderflut derjenigen, die sich schon für diese Fotoreihe hatten ablichten lassen und deren Konterfeis ausgedruckt aushingen, einreihen. Hintergrundinformationen zum Projekt gibt es im kurzen Video:

Auch ein Außengelände gehörte zum Saal. Über eine Metalltreppe erreichte man das Lager der Piraten um Käptn Black von AERA HARD, wo es neben tollen Fotomotiven beispielsweise auch Verhandlungen mit dem „Amt für Aetherangelegenheiten“ zu belauschen gab – Pech für das Amt, sie sind pirat versichert! – und die liebevoll umgestalteten Bobbycars, mit denen später noch ein Rennen veranstaltet werden sollte, zu bewundern waren. Das eigentliche Außengelände gestaltete sich sehr viel größer, ein kleiner Park mit herbstlichem Baumbestand und einem alten verwitterten Pavillon, für Fotosessions wie geschaffen und eigentlich auch hervorragend für noch mehr Convention geeignet. Leider durfte das Areal jedoch nicht genutzt werden, das Fotografen und Modelle dennoch nicht von der ein oder anderen Fotoserie abgehalten hat.
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Laut Zeitplan sollten draußen vor den Türen des Saals ab 11.00 Uhr erste Lesungen stattfinden. Hier machten sich dann die Startschwierigkeiten bemerkbar, denn zu dem Zeitpunkt herrschte in den Zelten, die eigens dafür aufgebaut worden waren, noch gähnende Leere. Um 11.17 Uhr stand gar noch eine Leiter im Cateringbereich. Um 12.00 Uhr begab sich Cannonball Randall auf die Bühne und begrüßte Besucher und Aussteller. Bekleidet mit hellem Anzug und Hut beschwor er Assoziationen zu Ernest Hemingway herauf und wirkte trotz aller Widrigkeiten herrlich entspannt. Auch die Lesungen, teilweise sehr leidenschaftlich, manchmal aber auch recht monoton vorgetragen, kamen endlich in Gang. Lediglich Zelt 4, in dem laut Programm die Workshops stattfinden sollten, war nicht zu finden. Der Airbrush-Workshop fand letztlich am Stand in der Halle statt, wobei es das Wort Workshop nicht recht trifft, denn Uwe Fischer kümmerte sich einfach zwischendurch um jeden Interessierten, stand Rede und Antwort und ließ jeden Neugierigen die Pistolen ausprobieren. Den Worbla-Workshop habe ich leider vergeblich gesucht.
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Auch sonst habe ich Aussteller selten so freundlich und vor allem auskunftsfreudig erlebt. Seien es die Techniken, mit denen bei Tinnef einzelne Stücke handgefertigt worden waren, oder die Hintergründe zu den Bildern von Martin Schlierkamp, über mangelnde Informationen konnte man hier ganz sicher nicht klagen.
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Was gab es noch? Ach ja… eine Piratenhochzeit, natürlich vollzogen von Käptn Black, sowie das Bobbycar-Rennen quer durch die Halle, mitten durch die Gänge. Letzteres wirkte dann leider doch etwas deplaziert auf einer Convention für Erwachsene… auch wenn in uns allen irgendwo noch das Kind schlummert.
À propos Kinder… Ein wenig irritierend war, daß dort tatsächlich welche herumliefen. Ja, es war eine Convention für Erwachsene, und bei den Kindern handelte es sich um den Nachwuchs der Aussteller. Mein Verständnis geht da jedoch leider gen null.
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Neben den Piraten gab es natürlich noch weitere Cosplayer unter den Besuchern. Zu den üblichen Verdächtigen wie diverser Zombies und den Leuten von Silent Hill kamen auch allerlei Fantasiegeschöpfe und der Tod, der mit einem „Free hugs“-Schild um den Hals um Umarmungen bettelte und als Gegenleistung Lebenszeit schenkte, leider jedoch niemand im Kitty Moan-Look.
Alles in allem eine kleine, feine Convention in familiärer Athmosphäre, die sowohl von Besuchern als auch von den Ausstellern durchweg positiv aufgenommen wurde. Der Termin für nächstes Jahr steht, die Plakate sind bereits gedruckt, und ich freue mich schon darauf zu sehen, wie sich alles entwickelt. Nicht nur für Literaturfreunde von Horror- und Fantasyromanen zu empfehlen, sondern auch für künstlerisch Begeisterte und Cosplayfans. Von mir ein: Liebendgern wieder!
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Die Konzerte
Die Konzerte möchte ich nur kurz umreissen, waren sie doch nur „schmückendes Beiwerk“ zur Convention. Um kurz nach 19 Uhr schlossen sich die Türen zur Halle, um die Stände der Aussteller zu schützen. Neben der Theke im Cateringbereich wartete schon den ganzen Tag eine Minibühne auf ihren Einsatz. Nun hieß es warten, trinken, essen und vorfreuen auf die Aftershowparty. Leider war ein Großteil der Aussteller schon gegangen, da sie für den nächsten Tag ausgeruht sein wollten, dafür waren jedoch neue Gäste eigens für die Aftershowparty erschienen.
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Relativ pünktlich ging es um 20.16 Uhr mit We´rewolf gehörig laut und rasant los. Sängerin „Debauchery Bloodbabe“ zog recht schnell mit ihrer rauhen Rockröhre das Publikum in ihren Bann, und Gitarrist Casey Kasket gelang es trotz des allzu geringen Platzes vor dem Podest herumzuwandern und auch mal auf selbigem neben Drummer Tom B. Stone zu spielen. Wahrscheinlich war es das Ambiente, das bei mir schnell das Bild einer Schulband heraufbeschwor. Technische Probleme unterstützten diesen Anschein, so manches mal gingen die Stimmen arg unter. Und auch der ein oder andere Ton, vor allem im mehrstimmigen Gesang mit Casey Kasket und Bassist Sam Matery ging das ein oder andere Mal daneben. Für ihre eigene kleine Minifanbase jedoch kein Grund, weniger zu feiern. Selbst die von der Band einberaumte 2-Minuten-Rauchpause nutzten sie dazu, selbst weiterzusingen.
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Act Nummer zwei waren Epilirium. Die Heavy-Band aus Monheim, deren neues Album gerade erst erschienen ist und das sie auch eifrig bewarben, stellte von Anfang an einen klaren Kontrast du ihren Vorgängern dar. Gleich die ersten Töne von Sänger Lukas Remus zeigten sein bombastisches Stimmvolumen mit viel Dreck und Vibrato. Fünf Mann auf geringem Raum, vier vorn in einer Reihe, das sah anfangs doch recht lustig aus. Während die erste Alkoholleiche mit dem Kopf auf dem Hellgreaser-Tisch ihren Rausch ausschlief, spulte die Band bravorös ihr Programm ab. Lukas Remus, wegen der Helligkeit der Scheinwerfer mit Sonnenbrille bekleidet, bemühte sich um die Gunst der Zuschauer, sagte zu jedem einzelnen Song ein paar Worte, animierte zwischendurch auch immer mal wieder das Publikum und spielte während der Instrumentalparts Luftgitarre. Belohnt wurde die Band mit Zugaberufen, denen sie auch prompt nachkamen.
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Um 22.31 Uhr war es dann Zeit für die Hellgreaser und den Bloody Moonlight Dance. Übrigens die einzige Band mit eigener Deko und eigenem Backdrop. Auch hier wurde jeder Song angesagt, entweder von Sänger The Slaughter Lamb oder auch von Bassist Screaming Hairy. Voll in seinem Element war jedoch vor allem Drummer Demon Machine, der förmlich vor Energie sprühte, auch schonmal stehend den nächsten Song intruierte und über das Mikro Bier bestellte. Neben ihrem üblichen Programm stellte die Band auch ihre neue Single „Blood traces“ vor. Und bei „Go Hellgreaser go“ ließ es sich We´rewolf-Gitarrist Casey Kasket nicht nehmen und brüllte mit in Hairys Mikro. Und wer sich fragt, warum die Show so abrupt geendet hat und trotz Zugaberufen nichts mehr kam… das lag an einer Verwechslung in der Setlist, wodurch schlicht und einfach versäumt wurde, die Zugabe, die es tatsächlich gab, auch als solche anzukündigen. Shit happens!
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Alle weiteren Fotos vom Samstag findet ihr hier: Kitty Moan Convention
Und hier alle Konzertfotos: Aftershow-Party

Captain Coopers Reisen (Teil3) Das Piratengericht

Neben dem Piratenfotoshooting am 24.10.15 haben wir auch den nächsten Teil von Captain Coopers Reisen für Sascha von Punch´n Judy realisiert.

Auch wenn die die Zeit sehr knapp war und wir nicht alles nach Drehbuch abdrehen konnten hatten wir eine menge Spaß!

Unterstützt wurden wir von Dilara als 2. Kamera, Tonfrau Kathrin und Sethelp Leon.

Wir hatten während des Dreh´s zwar einige Probleme mit Flugzeugen, Glockengeläut oder neugierigen Passanten, was dem Ergebnis aber nicht geschadet hat da uns eh klar war das es kein Cineastisches Meisterwerk geben wird  😉

Der gesamte Dreh nahm neben dem Fotoshooting ca. 3 Stunden ein. Beim Cut mussten leider ein paar Kompromisse gemacht werden 😉

Unser Dank gilt allen Beteiligten, ihr wart großartig!

Wie es wohl weiter geht?

Teil 3:

Kamera: Tom & Dilara

Cut: Tom

Ton: Kathrin Kornas

Teil 2

Der zweite Teil wurde im Underground in Wuppertal realisiert! Einen großen Dank an Dirk & Mel vom Underground und nicht zu vergessen: Die Chaosraben!

Kamera: Tom & Dilara

Cut: Tom

Ton: Kathrin Kornas

Teil  1

Mit diesem Film fing alles an! Nachdem Sascha und Katrin alles selbst mit einer DSLR aufgenommen hatten aber Hilfe beim Schnitt benötigten, kamen sie auf mich zu und so nahm das „Verhängnis“ seinen lauf 😉

Kamera & Ton: Kathrin Kornas

Cut: Tom

Punch’n’Judy live im Underground 30.10.2015

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Das Konzert von Punch’n’Judy im Underground an diesem Freitag Abend war nicht einfach nur ein Konzert, es war ein Fest, wie man es schon lange nicht mehr erlebt hat! Auch wenn es einen traurigen Anlass gab: Bassist Stefan hatte nach gemeinsamen 10 Jahren nun seinen letzten Auftritt mit der Band. Doch die Stimmung war mehr als ausgelassen. Schon lange vor Einlass sammelte sich eine Traube von gut gelaunten Fans vor dem Underground. Die Kneipe füllte sich schnell und alle warteten darauf, dass die Band die Bühne betritt.

Pünktlich um 21 Uhr ging es dann los. Doch nicht das erste Lied erklang, sondern der Trailer, der zur Ankündigung dieses Konzerts im Underground gefilmt wurde, war auf Leinwand zu sehen. Das Publikum feierte den kurzen Film, es waren auch so viele der Darsteller an dem Abend anwesend. Wer ihn noch nicht gesehen hat, oder noch einmal in Ruhe reinschauen möchte:

Doch dann ging es endlich los, kaum waren die ersten Töne angespielt, kam die Feier so richtig in Fahrt! Und ein Highlight sollte an diesem Abend dem anderen folgen. Mitbegründer der Band Chris Arndt, der 2007 die Band verlies, kam extra aus Berlin angereist, um noch einmal mit Stefan die Bühne zu teilen. Ihren letzten gemeinsamen Auftritt hatten sie zur CD Release Show von „Punch On“ in Recklinghausen. Und dann wurde auch schon der neue Mann am Bass vorgestellt: Chris schnallte sich sogleich sein Instrument um und Stefan freute sich über den zweiten Bass auf der Bühne: „So hat das hier noch nie gegroovt!“ Ein weiterer Gastmusiker wurde angekündigt und Matt Bauer, der Schlagzeuger der Band Mayze betrat die Bühne. Stefan kannte Matt von einem früheren Projekt und holte ihn ins Punch’n’Judy-Boot, so dass er des öfteren ausgeholfen hat, wenn der Band jemand an den Drums fehlte.

Das Publikum feierte die Party immer ausgelassener und das Ende rückte schneller näher, als man sich das gewünscht hätte. Natürlich haben es sich die Chaosraben nicht nehmen lassen, Stefan zum Abschied ein Geschenk zu überreichen, es ist seine eigene Karte im ganz speziellen Chaosraben-Quartett, welch eine Ehre! Der Chaosraben-Kuchen sah auch sehr verlockend aus……

Nach rührenden Szenen auf der Bühne, bei der sich schnell die ein oder andere Träne weggewischt werden musste, war auch jedem klar, dass so der Abend nicht enden konnte! Punch on! Punch on! Punch on! Zeit für die Zugabe und der Koboldkönig hebte auch sogleich wieder die Stimmung. (Man munkelt ja, dass da tatsächlich jemand vor Freude irgendwann am Abend die Hose runter lies… ; ).

Das letzte Highlight des Abends war dann das geforderte Bass-Solo. Stefan hat sich so mit den letzten Tönen auf der Bühne verabschiedet, begleitet von Ute am Schlagzeug, welch ein Genuss!

Die anschließende Party in und vor allem vor der Kneipe ging bis spät in die Nacht. Überall wo man hinsah, schaute man in zufriedene Gesichter, die Fans lagen sich in Armen, man hat kräftig angestoßen und wie man es bei Punch’n’Judy gewohnt ist, gesellte sich die Band zu ihren Fans.

Unser Fazit: Dieser Abend wird ALLEN lange in Erinnerung bleiben! Das Underground hat gebebt, es war ein absolutes Highlight-Konzert! Stefan wurde gebührend verabschiedet und der neue Mann am Bass Chris wurde herzlich empfangen. Wir finden: besser hätte man es nicht machen können! Das Publikum hat den ganzen Abend durch gefeiert, gegrölt, gelacht, geweint und getanzt. Und selbst als man das Gefühl hatte, das Underground bricht gleich tatsächlich zusammen, da wirklich alles in Bewegung war, hat man stets auf uns als Fotografen große Rücksicht genommen. Dafür mal ein ganz dickes DANKESCHÖN!

Doch nun genug der Worte, schaut euch unsere Fotos an, lasst den Abend noch einmal Revue passieren: Bilder-Galerie Punch’n’Judy