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Bericht – Weekend of Hell

Das Weekend of Hell auch im April? Juchhuu!! So zumindest lautete die einhellige Meinung im Internet, als bekannt wurde, dass die Horror-Convention diesmal zweimal im Jahr stattfinden sollte. Klar, dass auch wir sofort Feuer und Flamme waren und vor allem auch schauen wollten, ob dieser Zusatztermin funktionieren würde, zumal kurz vor dem Event bekannt wurde, dass eine ganze Reihe an Gästen, meist aufgrund beginnender oder laufender Dreharbeiten, nicht würden kommen können und die Begeisterung dann nicht mehr ganz so rauschend war.

Schon vor Betreten der Turbinenhalle war ein Unterschied zum regulären Event im Herbst zu bemerken, der Parkplatz war sehr viel leerer und es gab keinen Andrang auf der Treppe. Der Eingangsbereich gestaltete sich recht überschaubar, hier fand man neben der Infotheke lediglich die Nightmare on Elm Street-Ausstellung von Jan Bartels.

Auch Halle 1 sah übersichtlicher aus als sonst, jedoch waren auch hier bekannte Gesichter zu entdecken wie Künstlerin Anna Kersten, diesmal ohne ihre apokalyptischen Mitstreiter, Puppenmami Stefanie Schönfeld, die neben ihren Winzlingen auch ihre neusten Werke, die gigantischen gehäkelten Decken, die schon auf facebook für Aufsehen gesorgt hatten, im Gepäck hatte, Volker von blackview mit seinen Porzellanartikeln, die Jungs und Mädels der Umbrella Corporation und natürlich die Erschrecker vom Dienst, die Fright Guys. Der Filmbörsenbereich – wie immer mit Zutritt erst ab 18 Jahren – hatte augenscheinlich nichts von seiner Grösse eingebüsst und war meist auch sehr gut besucht.

Von Halle 2 hatte man im hinteren Bereich einen Teil abgetrennt, dementsprechend wenige Händler waren diesmal hier anzutreffen, darunter die Tättookünstler des SkullRoxx Studios, das Virus-Magazin und die Werner Movieposter.

Natürlich gab es auch wieder Kurzfilme vom BUT-Filmfestival im oberen Bereich, und neben den Stars, deren Plätze diesmal nur die Mitte der Halle einnahmen, präsentierten auch diesmal Independent-Filmemacher ihre Werke.

Interviews:
David Brückner – Paranormal Demons

Moloch 

Im Gegensatz zum Herbstevent waren sehr viel weniger Besucher vor Ort, was deren Laune jedoch keinen Abbruch tat, im Gegenteil, so mußte niemand Schlange stehen und vor allem die Stars hatten sehr viel mehr Spaß daran, sich mit den Fans zu unterhalten.

Ansonsten gab es eigentlich keine Änderungen, alles nahm wie auch im Herbst seinen gewohnten Gang, die Photoshoots, die Startalks… Leider hatte sich auch am kulinarischen Angebot nichts geändert, es gab das Gleiche wie immer und wird somit nicht weiter erwähnt. Allerdings lag diesmal nirgends Müll herum, was vielleicht an der dezimierten Besucherzahl gelegen haben mag, vielleicht aber auch an der erhöhten Anzahl an Mülleimern. Manches ist halt doch lernbar.

Ob es sich gelohnt hat? Nun ja, für ein zweitätiges Event, das in so kurzer Zeit quasi aus dem Boden gestampft worden ist… definitiv. Es muß klar sein, dass es so halt nicht so groß und nicht drei-Tage-füllend sein kann und vielleicht nur ein Tag reicht, um alles und auch wirklich alles gesehen zu haben. Als „Warm up-Event“ zur Herbstveranstaltung aber allemal tauglich, und wir zumindest haben immer noch nicht genug! Und noch ein kleiner Tip: Bilder sagen mehr als tausend Worte… diesmal wahrer denn je, also schaut euch die Bildergalerie an!

  • Andrea

Interview mit David Brückner auf dem Weekend of Hell

Das Weekend of Hell im April… natürlich ließen wir von DTMA als „WoHell-Süchtige“ uns diesen zusätzlichen Termin nicht entgehen.
Unser Hauptaugenmerk lag diesmal bei den Filmemachern bzw. bei den Vertretern der Independent-Filme, die ihre Werke vor Ort vorgestellt haben.

„Paranormal Demons“, ein englischsprachiger Streifen, der das Found Footage-Genre mit Terror und Splatter vereinen soll und in dem im Indiebereich recht bekannte Schauspieler wie MOLOCH, Olivia Dean, Josh Madry, Ildiko Prezsley, Sebastian Weissbach und Kristina Kostiv mitwirken, machte den Anfang.

Mehr dazu hat uns Regisseur David Brückner verraten.

– Andrea

Weekend of Hell 2016

Geschrieben von Andrea Rieskamp
„Der Wahnsinn geht weiter!“ So lautete die Unterschrift auf der Webseite des Weekend of Hell, und genauso könnte man nicht nur die Convention bezeichnen, sondern auch das Warten der Fans, das Zählen der Tage, bis es endlich wieder soweit ist… Am 04. November 2016 öffneten sich erneut die Tore der Turbinenhalle in Oberhausen und luden zu „Europe´s hottest horror festival“.
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Schon im Eingangsbereich bemerkte man Veränderungen, hier hatte sich jemand diesmal liebevoll um ein wenig Deko gekümmert, es hingen Skelette und flauschige Spinnweben an den Gitterabtrennungen zum Gang zum Raucherbereich, und auf den Kassenhäuschen thronten lebensgrosse, von den Fright Guys zur Verfügung gestellte Horrorfiguren. Auch der Einlass selbst gestaltete sich diesmal sehr unkompliziert und reibungsloser als in den letzten Jahren. Gleich geblieben war der Standort des Teams von S.P.A.C.E. Figuren, die direkt dahinter ihre Merchartikel feilboten und als kleines Highlight ein Glücksrad mitgebracht hatten, an dem man immer mal wieder drehen und sich Rabatte ergattern konnte, wenn man denn den richtigen Dreh hatte.
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Die Unterschiede setzten sich dann direkt in der Haupthalle fort. Sassen im letzten Jahr die Stargäste auch an den Seitenwänden entlang, fand man sie nun nur im hinteren und mittleren Teil; an den Seiten und auch vor Kopf waren Stände drapiert, an denen Filmemacher ihre neusten Werke, Zombie ihre Magazine oder auch Totenstadt ihr Spiel bewarben und Zeichner die Besucher nach Wunsch verewigten. Zur anderen Seite hin gab es mehr Stände als jemals zuvor, dicht gedrängt fand man Schmuck und Accessoires von abartig, alle Zeichner von totaberlustig.de, die sich in jedem gekauften Buch noch einmal mit einer eigenen kleinen Zeichnung und Widmung verewigten, Chucks im Horror-Design von den Canvas Warriors und allerlei anderes Gedönse und Schnickschnack in Form von abgetrennten Gliedmassen, Schmuck, Weihnachtskugeln, Spielen, Merchfiguren, Knochen und ganze tote Tiere, einen Tattoostand und noch mehr Filmemacher. Neu war auch, daß auffallend viele Händler aus dem Ausland zugegen waren, was allgemein als sehr bereichernd aufgenommen wurde.
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Auch Halle 2 war ein wenig anders gestaltet. Zwischen Verpflegungsbereich und rechter Seitenwand war diesmal ein weiterer Gang eingefügt, in dem die Fright Guys ihr Unwesen trieben, man sich Shirts bedrucken lassen konnte und sowohl die The Walking Dead German Webfanside als auch die The Walking Dead German Cosplayer ihr Quartier bezogen hatten.woh_freitag-135
Ihren Stammplatz behalten hatten die apokalyptischen Zeichner Jörg von A Perfect Darkness, Anna Kersten Illustration und Oliver Wetter sowie blackview mit Tassen, Geschirr und anderen Accessoires und die Schweden Abandoned House Collectibles mit ihren einzigartigen handgefertigten Displays.
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Dahinter gab es wie üblich noch allerlei Stände mit Postern und Merch, daneben den großen DVD-Bereich. Weiter hinten hatten diesmal die Ghostbusters ihren Platz und machten mit ziemlich lauten Geräuschen auf sich aufmerksam. Ein tolles Fotomotiv bildeten die lebensgroßen Figuren der Monster AG neben Chucky & Co., die es ganz hinten zu bewundern gab.
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Wirklich alle Stände hier zu erwähnen würde übrigens komplett den Rahmen sprengen.
Die dritte Halle war diesmal nicht mit einbezogen, da sie für das John Carpenter-Konzert am Samstag abend benötigt wurde.
Und das war immer noch nicht das Ende der Änderungen. Auf der Startalk-Bühne gab es diesmal keinen Tresen, sondern zwei kleine Sofas, wodurch die wieder gut besuchten Talkrunden gleich viel lockerer wirkten.
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Waren am Freitag noch auffallend wenig Cosplayer unterwegs, konnte man am Samstag und auch am Sonntag umso mehr von jenen entdecken und sich mit ihnen fotografieren lassen oder auch Freddy Krüger beim Zocken von „Resident Evil“ mit Cyberbrille zuschauen. Natürlich gab es auch den alljährlichen Zombiewalk mit anschließendem Gruppenbild, das aufgrund des aufkommenden Regens im Eingangsbereich stattfand. Zum Ärger und Unverständnis der Walker und auch der Fotografen durfte sich der einzige The Walking Dead-Stargast Lew Temple nicht dazugesellen und mußte auf seinem Platz in der Halle für Autogramme zur Verfügung stehen. Auf Nachfrage erzählte er uns, er sei nunmal dort angestellt und habe diese Anweisung erhalten, fand dies aber auch sehr schade.
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Einhellig positiv aufgenommen wurde die Organisation der Photoshoots, wo in diesem Jahr wirklich alles reibungslos klappte, niemand auf seine Bilder warten mußte und der Zeitplan eingehalten wurde. Wir durften wieder einen Blick hinter die Kulissen werfen, und es war tatsächlich auffallend, wie entspannt alle Mitarbeiter im Gegensatz zu den letzten Jahren wirkten.
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Doch nicht alles war durchweg positiv. Leider boten einige Händler auffallend viel Plastikkitsch, schlecht gemachte Bastelarbeiten und eher ungekonnte Gemälde. Durch die Vielzahl der Stände waren auch die Gänge sehr eng, hier und da behinderte ein mitten im Weg drapierter Bistrotisch zusätzlich den Weg. Zudem war es in Halle 1 durchgehend sehr kalt, die Klimaanlage lief auf Hochtouren, und konnte man für den Besuch in Halle 2 die Jacke getrost im Schließfach lassen, war dies für einen längeren Aufenthalt in der ersten Halle undenkbar.
Auch auf die sanitären Anlagen muß eingegangen werden, diesmal waren nämlich auch die in der oberen Etage, in der die Filmscreenings stattfanden und die man über die Galerie erreicht, geöffnet. Allerdings wirkten sie bereits am Freitag wie schon drei Wochen lang benutzt. Dafür wurde in der unteren Etage stets für Sauberkeit gesorgt und nebenbei gab es auch schonmal Beautytips vom Toilettenmann. Mülleimer suchte man wieder einmal vergeblich, gefunden haben wir auf dem ganzen Gelände lediglich einen einzigen, was sich besonders auf der Galerie sichtlich bemerkbar machte.
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Die Kurzfilme im kleinen Kino waren übrigens sehr beliebt und gut besucht. Genauso viel Zulauf fand die Autogrammstunde von John Carpenter, die am Sonntag stattfand und wofür sich eine den Durchgangsverkehr behindernde Schlange quer durch die Eingangshalle bis zum Ende der Schließfächer gebildet hatte, wo der Tisch für den Stargast aufgebaut worden war. Eine Signatur des „Meisters“ war für viele nach dem Erleben des grandiosen Konzerts am Vorabend das absolute Highlight des diesjährigen Weekend of Hell. Nicht so nett waren indes die Bodyguards von Herrn Carpenter, die die Besucher schonmal acht- und wortlos beiseite schoben, um ihrem Herrn den Weg zu ebnen.
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Ach ja, die Hellgreaser waren natürlich auch wieder da! Wieder mit ihrem kleinen Tischchen voller Merch, leider jedoch ohne Instrumente, da sie keine Musik machen durften. Eigentlich schade… irgendwie wäre es doch toll, zwischen all den Händlern und Stars hier und dort eine Band anzutreffen und ab und zu ein wenig Livemusik genießen zu dürfen, und sei es nur à capella. Weitaus toller jedenfalls als die überlauten alles übertönenden Geräusche von freilaufenden Geisterjägern.
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Drei der Filmemacher haben wir übrigens ein wenig näher unter die Lupe genommen. Die Macher von „Scars of Xavier„, „Montrak“ und „Hermit: Monster Killer“ standen uns Rede und Antwort, was wir euch nicht vorenthalten wollen.
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Ola Paulakoski, Regisseur des schwedischen Low Budget-Films „Hermit: Monster Killer„, erzählte uns kurz den Inhalt des nicht ganz ernst zu nehmenden Streifens: Es geht um einen Einsiedler, der allein in einem Haus irgendwo in Schweden lebt, und ein Monster, das in den umliegenden einsamen Wäldern sein Unwesen treibt und den Hund des Einsiedlers tötet. Die Idee dazu kam ihm bereits vor fünfzehn Jahren, als er auf einem Filmfestival einen Kurzfilm über einen Hund sah, der von zu Hause ausgerissen war und von den Besitzern überall gesucht wurde, und er dachte sich, hey, das ist eine gute Idee für einen Horrorfilm! Was wäre, wenn der Hund von irgendeinem Monster gefressen worden wäre? Finanziert wurde der Independent-Film weitestgehend durch eigene Mittel. Nach nur einer Woche ging dem Team jedoch bereits das Geld aus und sie sassen in einem gemieteten Haus mitten im Wald ohne Verpflegung fest, bis die Steuerrückzahlung von Schauspieler Anders Hasselroth sie rettete und sie sich wieder Essen und Benzin für die Fahrzeuge kaufen konnten. Gedreht wurde lediglich zwei Wochen lang, drei Jahre gingen dann noch für Schneiden und Nachbesserung einzelner Szenen drauf.
woh_sonntag-44 Für „Scars of Xavier“ antworteten uns Produzent Sascha Goldbach aus Altena, Drehbuchautor und Regisseur Kai Bogatzki aus Düsseldorf sowie Hauptdarsteller und Mitproduzent Marc Engel aus Herne.
DTMA: Worum geht es in dem Film?
Kai: In „Scars of Xavier“ geht es um Xavier. Xavier lebt und arbeitet in Prag, arbeitet tagsüber in einer kleinen Autowaschanlage außerhalb von Prag, hat ein unauffälliges, unscheinbares Leben, fällt nicht großartig auf und ist komplett introvertiert. Nachts kommt seine wahre Persönlichkeit zum Vorschein, er ist nämlich ein brutaler Serienkiller.
DTMA: Wer hatte die Idee dazu?
Kai: Das war ich.
DTMA: Hast du das komplette Drehbuch geschrieben?
Kai: Ja. Ich hatte die Grundidee dazu und habe über ein Jahr herumüberlegt, in welche Richtung ich diesen Film machen kann. Ich hatte schon lange den Wunsch, einen ersten eigenen Spielfilm zu machen, und bin auch schon lange Serienkiller-interessiert, und da war mir klar, es muss irgendwas mit einem Serienkiller sein. Und so kam dann eins nach dem anderen.
DTMA: Hast du einen cineastischen Hintergrund?
Kai: Ich habe Film und 3D-Animation studiert, habe auch lange für Werbe- und Imagefilme als Cutter gearbeitet und habe parallel langsam angefangen, für mehrere deutsche Independent-Regisseure die Filme zu schneiden, habe selbst einige Kurzfilme gedreht, und irgendwann war dann klar, ich möchte jetzt auch einen eigenen abendfüllenden Spielfilm drehen.
DTMA: Wie seid ihr zusammengekommen?
Sascha: Wir haben uns eigentlich bei einer Produktion von Olaf Ittenbach kennengelernt. Richtig zusammengekommen sind wir allerdings beim Dreh von „Blood Feast“ von Marcel Walz, da haben wir uns nämlich ein Zimmer geteilt. Natürlich kommt man dann ins Gespräch, und Kai erzählte von seinem Projekt, er wolle einen Film machen, damals hieß er noch „Xaviers Narben“. Er hat mir dann einen kleinen Teaser gezeigt und sagte, er suche auch noch Produzenten, und ich habe mir das dann angeguckt und gedacht, das sieht doch ganz gut aus und da könnte doch irgendwas gehen, weil ich generell schon mit dem Gedanken gespielt hatte, mal irgendwann als Produzent zu fungieren und einen eigenen Film zu produzieren, und so kam dann eins zum anderen.
Kai: Es hat irgendwie zusammengepaßt. Also… Schicksal, kann man fast sagen.
DTMA: Wie finanziert ihr das Ganze?
Kai: Sascha hat den größten Teil gegeben, er ist halt der Hauptproduzent, Marc hat wie er gerade schon gesagt hat mitproduziert, ich habe selbst auch Geld in den Film hineingesteckt…
Sascha: … und dann haben wir noch eine kleine Crowd Funding-Kampagne gemacht, die auch erfolgreich abgeschlossen wurde. Vielen Dank an dieser Stelle!
DTMA: Der Film ist noch nicht fertig?
Kai: Nein. Wir haben jetzt noch zwei Drehtage offen, ich schneide aber parallel auch schon, also ich bin auch direkt der Cutter des Films, und ich denke, im ersten Quartal wird der Film schonmal soweit fertig sein, daß wir ihn als Vorabversion an erste Festivals schicken können. Mal gucken ob sie uns nehmen.
DTMA: Der Film wird aber nur auf englisch sein?
Sascha: Der Film wird nur auf englisch sein, er wurde auf englisch gedreht.
Marc: Kann dann natürlich sein, daß ich dann synchronisiert werde mit Johnny Depp-Synchronstimme oder was weiß ich wem. Alles möglich!
DTMA: Sind die anderen Schauspieler denn alle englischsprachig?
Marc: Wir haben beispielsweise Anne Alexander Sieder dabei, sie ist Amerikanerin, lebt zwar in Deutschland, auch in Berlin, wir haben auch Alexia von Wismar dabei, sie lebt auch in Berlin. Wir sind recht international, Daniele Rizzo ist Italiener, ein recht bekannter Youtube-Blogger, auch Oliver Troska ist in der Indie-Szene ziemlich am Kommen, oder Dirk Sonnenschein… Ist also ein ziemlich internationaler Cast, darauf haben wir auch Wert gelegt, damit wir dann abgesehen von dem englischsprachigen auch bei den Festivals dementsprechend punkten können. Abgesehen von der Story, von der Athmo, von der Dramaturgie, vom Buch und von den Ideen, die wir auch visuell hineingepackt haben, sind wir davon überzeugt, daß wir mit dem Film nächstes Jahr schon den ein oder anderen überraschen können. Es ist der erste Feature von Kai, wie er es gerade auch gesagt hat, aber er hat auch schon einen Namen in der Indie-Szene als sehr guter Cutter, auch für „Blood Feast“ von Marcel Walz ist er bei imdb mit einem sehr guten Rating. Gerade in der Indie-Low-Szene ist es so, da kriegst du für Horrorfilme ein 3er, ein 4er Rating, meistens zu Recht, aber im Augenblick steht er da mit einer 8,5 – 8,6. Das sagt schon was aus. „Reeperbahn“, da habe ich ja mitgespielt, der Film kam an, ist natürlich noch ein bißchen mehr Independent, und so kamen wir beide ja auch zusammen. Er hat ihn geschnitten und fand dann meine Visage scheinbar ansprechend und hat gefragt, „Hast du Lust auf einen Serienkiller?“, und damit hat er mich direkt abgeholt, das hat mich schon immer gereizt. Und wir haben uns wirklich den Hintern aufgerissen. Es gibt echtes Blut, echten Schweiß, und wir haben echt den Film gelebt, wochenlang, die wir gedreht haben. Ich habe in dem Film zehn Kilo abgenommen, ich neige ja dazu, ein bißchen mehr drüberzugehen als der klassische Schauspieler. Ich hatte bei „Reeperbahn“ ein paar Verletzungen, bei „Death Wish“ hatte ich ein paar, aber in allen Filmen komme ich nicht auf soviele Verletzungen wie in „Scars of Xavier“, da habe ich gezählte 23 – 26 kleinere, aber auch grössere. Deswegen… wir haben echt das Beste gegeben das wir haben und viel Wert auf Athmo gelegt, und auch Szenen in Prag gedreht, damit der internationale Look gegeben ist. Deswegen bin ich überzeugt, daß wir nächstes Jahr einige überraschen werden mit dem Film. Es ist ein Independent-Low Budget-Film, aber wir versuchen, ein bißchen drüberzugehen und am Normallevel zu kratzen, und wir haben einige Bilder, da werden einige die Augen aufschlagen und sagen: „Lecker! Doll!“
DTMA: Wie lange bist du schon Schauspieler?
Marc: Ich mache das noch nichtmal so lange. Ich bin über Umwege reingekommen. Ich habe immer Amateur-Kurzfilmchen gemacht, schon vor fünfzehn Jahren, habe ein Buch veröffentlicht, schreibe selbst, aber weil ich eigentlich einen eigenen Feature machen wollte, habe ich vor drei Jahren einen Vorab-Teaser gemacht, dann meinen Dayjob verloren und dann angefangen, als Komparse zu arbeiten. Das wurde dann immer größer, weil die gesagt haben, joa, dein Gesicht ist cool, und dann kamen die ersten Klein- und Nebendarstellerrollen, und so bin ich dann bei „Reeperbahn“ gelandet, und so sind wir dann zusammengekommen. Ich will eigentlich in Richtung Filmemacher gehen, aber die Jungs halten mich immer wieder auf mit Schauspiel, und insofern… Ich denke mal noch ein-zwei Jährchen und dann ist gut.
woh_sonntag-54 Der Fantasy-Film „Montrak“ wartet mit Schauspielern wie Martin Kesici, Cosma Shiva Hagen und Dustin Semmelrogge auf, der übrigens am Samstag das Weekend of Hell besucht hat. Filmemacher und Produzent Stefan Schwenk und Schauspieler Florian Freiberger, der im Film den Bösewicht „Caspar“, einen über sechshundert Jahre alten Vampir, mimt, haben unsere Fragen beantwortet.
DTMA: Worum geht es in dem Film?
Stefan: Es geht um Montrak, die titelgebende Figur. Montrak ist ein Graf, der im Mittelalter lebt, einen Pakt mit dem Teufel eingeht und zum Vampir verdammt wird und den Auftrag bekommt, eine Armee der Vampire auf Erden zu erschaffen. Das macht er dann auch, und die Vampire breiten sich dann über Jahrhunderte aus, bis es dann in der heutigen Zeit, in der Gegenwart, eine Gruppe von Menschen gibt, die sich gegen die Vampire stellen, und dann kommt es letztendlich zum Kampf zwischen Gut und Böse. Das ist so die klassische Geschichte.
DTMA: Wer hatte die Idee dafür?
Stefan: Das Drehbuch habe ich geschrieben. Es hat lange gedauert, das zu konzipieren, und es steckt auch viel Herzblut drin.
DTMA: Wie lange hast du dafür gebraucht?
Stefan: Ich habe für das Drehbuch ungefähr ein halbes Jahr gebraucht, und ich muß dazu sagen, während der Produktion haben wir das immer wieder verfeinert. Klar, die Grundstory stand von Anfang an, wir wußten wo es losgeht und wo wir hinwollen mit der Geschichte, aber haben dann immer noch ein bißchen an den Dialogen gefeilt und an den Abläufen.
DTMA: Wie lange habt ihr für den Film gebraucht?
Stefan: Flo? Wie lange haben wir gebraucht?
Florian: Also insgesamt sind wir jetzt so ca. fünf Jahre drüber.
DTMA: Wow!
Stefan: Lange Zeit, ja.
Florian: Wir haben am Wochenende gedreht. Wir haben alle „normale“ Jobs, und von daher hat sich das natürlich immer ein bißchen gezogen. Man hat dann immer zwei Tage, mal hat man vielleicht eine Woche Urlaub usw., aber da wir natürlich auch alles gut machen wollten, so wie wir das auch wirklich selbst sehen wollen später im Film, war es auch durchaus aufwendig im ein oder anderen Dreh und da haben wir auch sehr viel Wert drauf gelegt.
Stefan: Ja, das ist auf jeden Fall Liebe zum Detail, es muß alles gut passen, alles gut vorbereitet sein, kein Schnellschuss… ja, das war uns wichtig.
DTMA: Du sagtest gerade, ihr habt alle „normale“ Jobs. Aber ihr kommt schon aus dem Filmbereich, oder nicht?
Stefan: Teil, teils. Also ich bin im Medienbereich tätig, ich bin Kameramann und Cutter für´s Fernsehen und konnte mein Know How da natürlich einfliessen lassen. Der Kameramann und die Techniker sind eigentlich fast alle schon im Medienbereich tätig. Was die Schauspieler angeht, klar, es sind größtenteils alles professionelle Schauspieler. Flo, du bist eine Ausnahme von zweien. Wir haben zwei Kleindarsteller gehabt.
DTMA (zu Florian): Kleindarsteller bist du in dem Film jetzt gerade nicht…
Stefan: Nee, im Film nicht! Aber was die Bezeichnung angeht…
Florian: Ja, also es ist so, ich habe kein professionelles Schauspielstudium hinter mir. Ich mache Film, Theater, alles so in diese Richtung schon seit 2003. Aber klar, in Deutschland ist es immer so, bist du Schauspieler, hast du ein Diplom, haste keins, biste kein Schauspieler, so nach dem Motto. Finde ich persönlich zwar nicht so wichtig, es kommt immer darauf an was man tut, aber wenn man es jetzt mal in diese Richtung sehen will, habe ich keinen Schauspielberuf.
DTMA: Wie seid ihr zusammengekommen?
Stefan: Wir kennen uns seit der Realschule! Das war total witzig. Wir haben damals Splattereffekte gebaut, sind zusammen losgezogen irgendwo in den Wald, haben rumprobiert mit irgendwelchen Special Effects, seit… keine Ahnung, wie alt waren wir da? 16, 17? Dann haben wir uns aus den Augen verloren. Und dann kam eben das mit dem Vampirfilm, und dann hatte ich das Gesicht vom Flo vor Augen und dachte mir, den schreibe ich jetzt mal an und frage ihn, ob er Lust hat mitzuspielen. Die Figur von Caspar war damals eigentlich noch gar nicht da. Ich hatte im Kopf, daß er halt einen der Vampire spielen könnte, und die Figur des Caspar ist dann erst nach und nach gewachsen.
Florian: Das ist dann eigentlich erst entstanden, daß sie ein eigener Charakter wird.
DTMA: Wie hat sich das Ganze finanziert?
Stefan: Der Film ist zu Beginn durch Eigenkapital entstanden, wir haben eigenes Geld reingesteckt, haben dann erstmal die ersten Bilder gedreht, Teaser geschnitten, Community aufgebaut. Kam gut an bei den Leuten, und dann haben wir Sponsoren dazugeholt und Coproduzenten. Und aus dem Grund hat das so lange gedauert. Geld zu beschaffen ist ein langer Prozess, auch im Low Budget-Bereich.
DTMA: Wie kommt der Film bei den Leuten hier an?
Stefan: Super! Ich bin total begeistert! Wir sind das erste Mal hier auf dem Weekend of Hell, und meine Erwartungen sind absolut übertroffen!
Florian: Ja, durchweg positiv, muß man wirklich sagen, ja.
DTMA: Wo kann man den Film denn sehen?
Stefan: Naja, das wird sich jetzt herausstellen. Ende Februar/Anfang März gibt es erstmal die Weltpremiere, und dann hängt es natürlich vom Label/Vertrieb ab – das steht ja auch noch nicht fest – wie und wann der Film dann erscheint. Definitiv als DVD/Blueray und Video on demand, das auf jeden Fall, aber einen zeitlichen Termin gibt es jetzt noch nicht. Aber das werdet ihr dann über Facebook erfahren.
DTMA: Wäre wünschenswert!
Stefan: Natürlich!
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Ich möchte mich an dieser Stelle nochmal bei allen Beteiligten für die super Gespräche und das echt lockere und freundliche Entgegenkommen bedanken. Mich persönlich haben die Interviews gerade auf die beiden deutschen – okay, bei „Scars of Xavier“ dann eben auf englisch – Produktionen ja mehr als neugierig gemacht.
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Abschließend nochmal zum Weekend of Hell: Auch wenn es immer noch oder immer wieder einige Negativpunkte gibt, sind wir beim nächsten Mal definitiv wieder dabei, denn das Positive überwiegt nach wie vor, und irgendwie macht die Veranstaltung scheinbar nicht nur uns süchtig… Und sicher ist es inzwischen niemandem entgangen, aber erwähnt werden soll es trotzdem: Bereits im April, genauer gesagt am 08. und 09.04.2017, wird es ein nächstes Mal geben! Dann „nur“ zwei Tage, dafür sind die Tickets günstiger als beim „regulären“ WOH. Und auch die ersten Stargäste sind bereits bekannt gegeben. Einfach mal auf der Homepage oder der Facebookseite vorbeischauen!
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Alle weiteren Fotos findet ihr hier:

Zombiewalk Oberhausen 2015

Zombiewalk Oberhausen 2015

Zombiewalk Oberhausen 2015

Mein kleiner Beitrag zum Zombiewalk in Oberhausen, der neben dem Weekend of Hell stattfand!

Es waren wieder viele nette, coole Leute da und außer einem süßen Hund der zombiefiziert wurde und einem neugierigem Ordner, vom Weekend of Hell,  wurde diesmal recht wenig gebissen und gefressen.

Ganz klasse fand ich die Polizisten, die den Walk begleitet haben, die waren echt locker drauf! Das nenne ich bürgernah 🙂

Auch diesmal bekam jeder Teilnehmer am Zombiewalk, einen vergünstigten Eintritt zum Weekend of Hell.  Sehr nett!

Meinen alten Trailer vom ersten Zombiewalk 2014 in Oberhausen musste ich leider entfernen, da das neue Label der Band die Verwendung auf YouTube nicht einräumt. Schade, schade!

Nächstes Jahr werde ich die Choose keines falls verpassen und sehe zu, dass ich wieder da bin! Spaß pur!

Viel Spaß mit dem Video 🙂

 

 

Weekend of Hell 2015 – Fotos

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Vom 06.-08.11.2015 fand in der Turbinenhalle Oberhausen das Weekend of Hell statt. Wir haben alle drei Tage für euch mit der Kamera begleitet. Auch eine Redakteurin war diesmal mit uns unterwegs. Ihr werdet also in den nächsten Tagen noch einen ausführlichen Bericht von Andrea zu lesen bekommen, freut euch drauf!

Der Zombiewalk Oberhausen wurde gleich mit gefilmt, seid also gespannt, was wir euch hier noch bald zeigen.

 

Die Fotos sind in die drei Tage aufgeteilt, wir wünschen viel Spaß!

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Freitag, 06.08.2015: Bilder-Galerie

 

Weekend of Hell 2-107

Samstag, 07.11.2015: Bilder-Galerie

 

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Sonntag, 08.11.2015: Bilder-Galerie