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Interview mit Stefan Richter – Horror – A breathtaking nightmare on stage

Kein Film und damit ein wenig aus dem Rahmen fallend war schließlich unser letztes Ziel.

„Horror – A breathtaking nightmare on stage“ ist ein Theaterstück, das bereits mit einigem Erfolg auch durch Deutschland getourt ist.
Stefan Richter von Semmel Concerts hat uns auf dem Weekend of Hell informiert.

Mehr Infos zum Theater des Grauens auf http://horrortheshow.com/de/

Interview mit Stefan Sierecki auf dem Weekend of Hell

Gerade eben erst erwähnt und schon war die Gelegenheit da, auch über diesen Film mehr zu erfahren: „Hi8: Resurrectio“ ist die Diplomarbeit von Student Stefan Sierecki, der als Autor, Drehbuchautor, Regisseur und Produzent gleichermassen fungierte. Der Streifen handelt – welch Ironie – von einem Filmstudenten, der den blutigsten Horrorfilm aller Zeiten drehen möchte. Stefan selbst gab uns einen tieferen Einblick in sein Werk.

Bericht – Weekend of Hell

Das Weekend of Hell auch im April? Juchhuu!! So zumindest lautete die einhellige Meinung im Internet, als bekannt wurde, dass die Horror-Convention diesmal zweimal im Jahr stattfinden sollte. Klar, dass auch wir sofort Feuer und Flamme waren und vor allem auch schauen wollten, ob dieser Zusatztermin funktionieren würde, zumal kurz vor dem Event bekannt wurde, dass eine ganze Reihe an Gästen, meist aufgrund beginnender oder laufender Dreharbeiten, nicht würden kommen können und die Begeisterung dann nicht mehr ganz so rauschend war.

Schon vor Betreten der Turbinenhalle war ein Unterschied zum regulären Event im Herbst zu bemerken, der Parkplatz war sehr viel leerer und es gab keinen Andrang auf der Treppe. Der Eingangsbereich gestaltete sich recht überschaubar, hier fand man neben der Infotheke lediglich die Nightmare on Elm Street-Ausstellung von Jan Bartels.

Auch Halle 1 sah übersichtlicher aus als sonst, jedoch waren auch hier bekannte Gesichter zu entdecken wie Künstlerin Anna Kersten, diesmal ohne ihre apokalyptischen Mitstreiter, Puppenmami Stefanie Schönfeld, die neben ihren Winzlingen auch ihre neusten Werke, die gigantischen gehäkelten Decken, die schon auf facebook für Aufsehen gesorgt hatten, im Gepäck hatte, Volker von blackview mit seinen Porzellanartikeln, die Jungs und Mädels der Umbrella Corporation und natürlich die Erschrecker vom Dienst, die Fright Guys. Der Filmbörsenbereich – wie immer mit Zutritt erst ab 18 Jahren – hatte augenscheinlich nichts von seiner Grösse eingebüsst und war meist auch sehr gut besucht.

Von Halle 2 hatte man im hinteren Bereich einen Teil abgetrennt, dementsprechend wenige Händler waren diesmal hier anzutreffen, darunter die Tättookünstler des SkullRoxx Studios, das Virus-Magazin und die Werner Movieposter.

Natürlich gab es auch wieder Kurzfilme vom BUT-Filmfestival im oberen Bereich, und neben den Stars, deren Plätze diesmal nur die Mitte der Halle einnahmen, präsentierten auch diesmal Independent-Filmemacher ihre Werke.

Interviews:
David Brückner – Paranormal Demons

Moloch 

Im Gegensatz zum Herbstevent waren sehr viel weniger Besucher vor Ort, was deren Laune jedoch keinen Abbruch tat, im Gegenteil, so mußte niemand Schlange stehen und vor allem die Stars hatten sehr viel mehr Spaß daran, sich mit den Fans zu unterhalten.

Ansonsten gab es eigentlich keine Änderungen, alles nahm wie auch im Herbst seinen gewohnten Gang, die Photoshoots, die Startalks… Leider hatte sich auch am kulinarischen Angebot nichts geändert, es gab das Gleiche wie immer und wird somit nicht weiter erwähnt. Allerdings lag diesmal nirgends Müll herum, was vielleicht an der dezimierten Besucherzahl gelegen haben mag, vielleicht aber auch an der erhöhten Anzahl an Mülleimern. Manches ist halt doch lernbar.

Ob es sich gelohnt hat? Nun ja, für ein zweitätiges Event, das in so kurzer Zeit quasi aus dem Boden gestampft worden ist… definitiv. Es muß klar sein, dass es so halt nicht so groß und nicht drei-Tage-füllend sein kann und vielleicht nur ein Tag reicht, um alles und auch wirklich alles gesehen zu haben. Als „Warm up-Event“ zur Herbstveranstaltung aber allemal tauglich, und wir zumindest haben immer noch nicht genug! Und noch ein kleiner Tip: Bilder sagen mehr als tausend Worte… diesmal wahrer denn je, also schaut euch die Bildergalerie an!

  • Andrea

Weekend of Hell 2016

Geschrieben von Andrea Rieskamp
„Der Wahnsinn geht weiter!“ So lautete die Unterschrift auf der Webseite des Weekend of Hell, und genauso könnte man nicht nur die Convention bezeichnen, sondern auch das Warten der Fans, das Zählen der Tage, bis es endlich wieder soweit ist… Am 04. November 2016 öffneten sich erneut die Tore der Turbinenhalle in Oberhausen und luden zu „Europe´s hottest horror festival“.
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Schon im Eingangsbereich bemerkte man Veränderungen, hier hatte sich jemand diesmal liebevoll um ein wenig Deko gekümmert, es hingen Skelette und flauschige Spinnweben an den Gitterabtrennungen zum Gang zum Raucherbereich, und auf den Kassenhäuschen thronten lebensgrosse, von den Fright Guys zur Verfügung gestellte Horrorfiguren. Auch der Einlass selbst gestaltete sich diesmal sehr unkompliziert und reibungsloser als in den letzten Jahren. Gleich geblieben war der Standort des Teams von S.P.A.C.E. Figuren, die direkt dahinter ihre Merchartikel feilboten und als kleines Highlight ein Glücksrad mitgebracht hatten, an dem man immer mal wieder drehen und sich Rabatte ergattern konnte, wenn man denn den richtigen Dreh hatte.
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Die Unterschiede setzten sich dann direkt in der Haupthalle fort. Sassen im letzten Jahr die Stargäste auch an den Seitenwänden entlang, fand man sie nun nur im hinteren und mittleren Teil; an den Seiten und auch vor Kopf waren Stände drapiert, an denen Filmemacher ihre neusten Werke, Zombie ihre Magazine oder auch Totenstadt ihr Spiel bewarben und Zeichner die Besucher nach Wunsch verewigten. Zur anderen Seite hin gab es mehr Stände als jemals zuvor, dicht gedrängt fand man Schmuck und Accessoires von abartig, alle Zeichner von totaberlustig.de, die sich in jedem gekauften Buch noch einmal mit einer eigenen kleinen Zeichnung und Widmung verewigten, Chucks im Horror-Design von den Canvas Warriors und allerlei anderes Gedönse und Schnickschnack in Form von abgetrennten Gliedmassen, Schmuck, Weihnachtskugeln, Spielen, Merchfiguren, Knochen und ganze tote Tiere, einen Tattoostand und noch mehr Filmemacher. Neu war auch, daß auffallend viele Händler aus dem Ausland zugegen waren, was allgemein als sehr bereichernd aufgenommen wurde.
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Auch Halle 2 war ein wenig anders gestaltet. Zwischen Verpflegungsbereich und rechter Seitenwand war diesmal ein weiterer Gang eingefügt, in dem die Fright Guys ihr Unwesen trieben, man sich Shirts bedrucken lassen konnte und sowohl die The Walking Dead German Webfanside als auch die The Walking Dead German Cosplayer ihr Quartier bezogen hatten.woh_freitag-135
Ihren Stammplatz behalten hatten die apokalyptischen Zeichner Jörg von A Perfect Darkness, Anna Kersten Illustration und Oliver Wetter sowie blackview mit Tassen, Geschirr und anderen Accessoires und die Schweden Abandoned House Collectibles mit ihren einzigartigen handgefertigten Displays.
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Dahinter gab es wie üblich noch allerlei Stände mit Postern und Merch, daneben den großen DVD-Bereich. Weiter hinten hatten diesmal die Ghostbusters ihren Platz und machten mit ziemlich lauten Geräuschen auf sich aufmerksam. Ein tolles Fotomotiv bildeten die lebensgroßen Figuren der Monster AG neben Chucky & Co., die es ganz hinten zu bewundern gab.
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Wirklich alle Stände hier zu erwähnen würde übrigens komplett den Rahmen sprengen.
Die dritte Halle war diesmal nicht mit einbezogen, da sie für das John Carpenter-Konzert am Samstag abend benötigt wurde.
Und das war immer noch nicht das Ende der Änderungen. Auf der Startalk-Bühne gab es diesmal keinen Tresen, sondern zwei kleine Sofas, wodurch die wieder gut besuchten Talkrunden gleich viel lockerer wirkten.
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Waren am Freitag noch auffallend wenig Cosplayer unterwegs, konnte man am Samstag und auch am Sonntag umso mehr von jenen entdecken und sich mit ihnen fotografieren lassen oder auch Freddy Krüger beim Zocken von „Resident Evil“ mit Cyberbrille zuschauen. Natürlich gab es auch den alljährlichen Zombiewalk mit anschließendem Gruppenbild, das aufgrund des aufkommenden Regens im Eingangsbereich stattfand. Zum Ärger und Unverständnis der Walker und auch der Fotografen durfte sich der einzige The Walking Dead-Stargast Lew Temple nicht dazugesellen und mußte auf seinem Platz in der Halle für Autogramme zur Verfügung stehen. Auf Nachfrage erzählte er uns, er sei nunmal dort angestellt und habe diese Anweisung erhalten, fand dies aber auch sehr schade.
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Einhellig positiv aufgenommen wurde die Organisation der Photoshoots, wo in diesem Jahr wirklich alles reibungslos klappte, niemand auf seine Bilder warten mußte und der Zeitplan eingehalten wurde. Wir durften wieder einen Blick hinter die Kulissen werfen, und es war tatsächlich auffallend, wie entspannt alle Mitarbeiter im Gegensatz zu den letzten Jahren wirkten.
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Doch nicht alles war durchweg positiv. Leider boten einige Händler auffallend viel Plastikkitsch, schlecht gemachte Bastelarbeiten und eher ungekonnte Gemälde. Durch die Vielzahl der Stände waren auch die Gänge sehr eng, hier und da behinderte ein mitten im Weg drapierter Bistrotisch zusätzlich den Weg. Zudem war es in Halle 1 durchgehend sehr kalt, die Klimaanlage lief auf Hochtouren, und konnte man für den Besuch in Halle 2 die Jacke getrost im Schließfach lassen, war dies für einen längeren Aufenthalt in der ersten Halle undenkbar.
Auch auf die sanitären Anlagen muß eingegangen werden, diesmal waren nämlich auch die in der oberen Etage, in der die Filmscreenings stattfanden und die man über die Galerie erreicht, geöffnet. Allerdings wirkten sie bereits am Freitag wie schon drei Wochen lang benutzt. Dafür wurde in der unteren Etage stets für Sauberkeit gesorgt und nebenbei gab es auch schonmal Beautytips vom Toilettenmann. Mülleimer suchte man wieder einmal vergeblich, gefunden haben wir auf dem ganzen Gelände lediglich einen einzigen, was sich besonders auf der Galerie sichtlich bemerkbar machte.
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Die Kurzfilme im kleinen Kino waren übrigens sehr beliebt und gut besucht. Genauso viel Zulauf fand die Autogrammstunde von John Carpenter, die am Sonntag stattfand und wofür sich eine den Durchgangsverkehr behindernde Schlange quer durch die Eingangshalle bis zum Ende der Schließfächer gebildet hatte, wo der Tisch für den Stargast aufgebaut worden war. Eine Signatur des „Meisters“ war für viele nach dem Erleben des grandiosen Konzerts am Vorabend das absolute Highlight des diesjährigen Weekend of Hell. Nicht so nett waren indes die Bodyguards von Herrn Carpenter, die die Besucher schonmal acht- und wortlos beiseite schoben, um ihrem Herrn den Weg zu ebnen.
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Ach ja, die Hellgreaser waren natürlich auch wieder da! Wieder mit ihrem kleinen Tischchen voller Merch, leider jedoch ohne Instrumente, da sie keine Musik machen durften. Eigentlich schade… irgendwie wäre es doch toll, zwischen all den Händlern und Stars hier und dort eine Band anzutreffen und ab und zu ein wenig Livemusik genießen zu dürfen, und sei es nur à capella. Weitaus toller jedenfalls als die überlauten alles übertönenden Geräusche von freilaufenden Geisterjägern.
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Drei der Filmemacher haben wir übrigens ein wenig näher unter die Lupe genommen. Die Macher von „Scars of Xavier„, „Montrak“ und „Hermit: Monster Killer“ standen uns Rede und Antwort, was wir euch nicht vorenthalten wollen.
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Ola Paulakoski, Regisseur des schwedischen Low Budget-Films „Hermit: Monster Killer„, erzählte uns kurz den Inhalt des nicht ganz ernst zu nehmenden Streifens: Es geht um einen Einsiedler, der allein in einem Haus irgendwo in Schweden lebt, und ein Monster, das in den umliegenden einsamen Wäldern sein Unwesen treibt und den Hund des Einsiedlers tötet. Die Idee dazu kam ihm bereits vor fünfzehn Jahren, als er auf einem Filmfestival einen Kurzfilm über einen Hund sah, der von zu Hause ausgerissen war und von den Besitzern überall gesucht wurde, und er dachte sich, hey, das ist eine gute Idee für einen Horrorfilm! Was wäre, wenn der Hund von irgendeinem Monster gefressen worden wäre? Finanziert wurde der Independent-Film weitestgehend durch eigene Mittel. Nach nur einer Woche ging dem Team jedoch bereits das Geld aus und sie sassen in einem gemieteten Haus mitten im Wald ohne Verpflegung fest, bis die Steuerrückzahlung von Schauspieler Anders Hasselroth sie rettete und sie sich wieder Essen und Benzin für die Fahrzeuge kaufen konnten. Gedreht wurde lediglich zwei Wochen lang, drei Jahre gingen dann noch für Schneiden und Nachbesserung einzelner Szenen drauf.
woh_sonntag-44 Für „Scars of Xavier“ antworteten uns Produzent Sascha Goldbach aus Altena, Drehbuchautor und Regisseur Kai Bogatzki aus Düsseldorf sowie Hauptdarsteller und Mitproduzent Marc Engel aus Herne.
DTMA: Worum geht es in dem Film?
Kai: In „Scars of Xavier“ geht es um Xavier. Xavier lebt und arbeitet in Prag, arbeitet tagsüber in einer kleinen Autowaschanlage außerhalb von Prag, hat ein unauffälliges, unscheinbares Leben, fällt nicht großartig auf und ist komplett introvertiert. Nachts kommt seine wahre Persönlichkeit zum Vorschein, er ist nämlich ein brutaler Serienkiller.
DTMA: Wer hatte die Idee dazu?
Kai: Das war ich.
DTMA: Hast du das komplette Drehbuch geschrieben?
Kai: Ja. Ich hatte die Grundidee dazu und habe über ein Jahr herumüberlegt, in welche Richtung ich diesen Film machen kann. Ich hatte schon lange den Wunsch, einen ersten eigenen Spielfilm zu machen, und bin auch schon lange Serienkiller-interessiert, und da war mir klar, es muss irgendwas mit einem Serienkiller sein. Und so kam dann eins nach dem anderen.
DTMA: Hast du einen cineastischen Hintergrund?
Kai: Ich habe Film und 3D-Animation studiert, habe auch lange für Werbe- und Imagefilme als Cutter gearbeitet und habe parallel langsam angefangen, für mehrere deutsche Independent-Regisseure die Filme zu schneiden, habe selbst einige Kurzfilme gedreht, und irgendwann war dann klar, ich möchte jetzt auch einen eigenen abendfüllenden Spielfilm drehen.
DTMA: Wie seid ihr zusammengekommen?
Sascha: Wir haben uns eigentlich bei einer Produktion von Olaf Ittenbach kennengelernt. Richtig zusammengekommen sind wir allerdings beim Dreh von „Blood Feast“ von Marcel Walz, da haben wir uns nämlich ein Zimmer geteilt. Natürlich kommt man dann ins Gespräch, und Kai erzählte von seinem Projekt, er wolle einen Film machen, damals hieß er noch „Xaviers Narben“. Er hat mir dann einen kleinen Teaser gezeigt und sagte, er suche auch noch Produzenten, und ich habe mir das dann angeguckt und gedacht, das sieht doch ganz gut aus und da könnte doch irgendwas gehen, weil ich generell schon mit dem Gedanken gespielt hatte, mal irgendwann als Produzent zu fungieren und einen eigenen Film zu produzieren, und so kam dann eins zum anderen.
Kai: Es hat irgendwie zusammengepaßt. Also… Schicksal, kann man fast sagen.
DTMA: Wie finanziert ihr das Ganze?
Kai: Sascha hat den größten Teil gegeben, er ist halt der Hauptproduzent, Marc hat wie er gerade schon gesagt hat mitproduziert, ich habe selbst auch Geld in den Film hineingesteckt…
Sascha: … und dann haben wir noch eine kleine Crowd Funding-Kampagne gemacht, die auch erfolgreich abgeschlossen wurde. Vielen Dank an dieser Stelle!
DTMA: Der Film ist noch nicht fertig?
Kai: Nein. Wir haben jetzt noch zwei Drehtage offen, ich schneide aber parallel auch schon, also ich bin auch direkt der Cutter des Films, und ich denke, im ersten Quartal wird der Film schonmal soweit fertig sein, daß wir ihn als Vorabversion an erste Festivals schicken können. Mal gucken ob sie uns nehmen.
DTMA: Der Film wird aber nur auf englisch sein?
Sascha: Der Film wird nur auf englisch sein, er wurde auf englisch gedreht.
Marc: Kann dann natürlich sein, daß ich dann synchronisiert werde mit Johnny Depp-Synchronstimme oder was weiß ich wem. Alles möglich!
DTMA: Sind die anderen Schauspieler denn alle englischsprachig?
Marc: Wir haben beispielsweise Anne Alexander Sieder dabei, sie ist Amerikanerin, lebt zwar in Deutschland, auch in Berlin, wir haben auch Alexia von Wismar dabei, sie lebt auch in Berlin. Wir sind recht international, Daniele Rizzo ist Italiener, ein recht bekannter Youtube-Blogger, auch Oliver Troska ist in der Indie-Szene ziemlich am Kommen, oder Dirk Sonnenschein… Ist also ein ziemlich internationaler Cast, darauf haben wir auch Wert gelegt, damit wir dann abgesehen von dem englischsprachigen auch bei den Festivals dementsprechend punkten können. Abgesehen von der Story, von der Athmo, von der Dramaturgie, vom Buch und von den Ideen, die wir auch visuell hineingepackt haben, sind wir davon überzeugt, daß wir mit dem Film nächstes Jahr schon den ein oder anderen überraschen können. Es ist der erste Feature von Kai, wie er es gerade auch gesagt hat, aber er hat auch schon einen Namen in der Indie-Szene als sehr guter Cutter, auch für „Blood Feast“ von Marcel Walz ist er bei imdb mit einem sehr guten Rating. Gerade in der Indie-Low-Szene ist es so, da kriegst du für Horrorfilme ein 3er, ein 4er Rating, meistens zu Recht, aber im Augenblick steht er da mit einer 8,5 – 8,6. Das sagt schon was aus. „Reeperbahn“, da habe ich ja mitgespielt, der Film kam an, ist natürlich noch ein bißchen mehr Independent, und so kamen wir beide ja auch zusammen. Er hat ihn geschnitten und fand dann meine Visage scheinbar ansprechend und hat gefragt, „Hast du Lust auf einen Serienkiller?“, und damit hat er mich direkt abgeholt, das hat mich schon immer gereizt. Und wir haben uns wirklich den Hintern aufgerissen. Es gibt echtes Blut, echten Schweiß, und wir haben echt den Film gelebt, wochenlang, die wir gedreht haben. Ich habe in dem Film zehn Kilo abgenommen, ich neige ja dazu, ein bißchen mehr drüberzugehen als der klassische Schauspieler. Ich hatte bei „Reeperbahn“ ein paar Verletzungen, bei „Death Wish“ hatte ich ein paar, aber in allen Filmen komme ich nicht auf soviele Verletzungen wie in „Scars of Xavier“, da habe ich gezählte 23 – 26 kleinere, aber auch grössere. Deswegen… wir haben echt das Beste gegeben das wir haben und viel Wert auf Athmo gelegt, und auch Szenen in Prag gedreht, damit der internationale Look gegeben ist. Deswegen bin ich überzeugt, daß wir nächstes Jahr einige überraschen werden mit dem Film. Es ist ein Independent-Low Budget-Film, aber wir versuchen, ein bißchen drüberzugehen und am Normallevel zu kratzen, und wir haben einige Bilder, da werden einige die Augen aufschlagen und sagen: „Lecker! Doll!“
DTMA: Wie lange bist du schon Schauspieler?
Marc: Ich mache das noch nichtmal so lange. Ich bin über Umwege reingekommen. Ich habe immer Amateur-Kurzfilmchen gemacht, schon vor fünfzehn Jahren, habe ein Buch veröffentlicht, schreibe selbst, aber weil ich eigentlich einen eigenen Feature machen wollte, habe ich vor drei Jahren einen Vorab-Teaser gemacht, dann meinen Dayjob verloren und dann angefangen, als Komparse zu arbeiten. Das wurde dann immer größer, weil die gesagt haben, joa, dein Gesicht ist cool, und dann kamen die ersten Klein- und Nebendarstellerrollen, und so bin ich dann bei „Reeperbahn“ gelandet, und so sind wir dann zusammengekommen. Ich will eigentlich in Richtung Filmemacher gehen, aber die Jungs halten mich immer wieder auf mit Schauspiel, und insofern… Ich denke mal noch ein-zwei Jährchen und dann ist gut.
woh_sonntag-54 Der Fantasy-Film „Montrak“ wartet mit Schauspielern wie Martin Kesici, Cosma Shiva Hagen und Dustin Semmelrogge auf, der übrigens am Samstag das Weekend of Hell besucht hat. Filmemacher und Produzent Stefan Schwenk und Schauspieler Florian Freiberger, der im Film den Bösewicht „Caspar“, einen über sechshundert Jahre alten Vampir, mimt, haben unsere Fragen beantwortet.
DTMA: Worum geht es in dem Film?
Stefan: Es geht um Montrak, die titelgebende Figur. Montrak ist ein Graf, der im Mittelalter lebt, einen Pakt mit dem Teufel eingeht und zum Vampir verdammt wird und den Auftrag bekommt, eine Armee der Vampire auf Erden zu erschaffen. Das macht er dann auch, und die Vampire breiten sich dann über Jahrhunderte aus, bis es dann in der heutigen Zeit, in der Gegenwart, eine Gruppe von Menschen gibt, die sich gegen die Vampire stellen, und dann kommt es letztendlich zum Kampf zwischen Gut und Böse. Das ist so die klassische Geschichte.
DTMA: Wer hatte die Idee dafür?
Stefan: Das Drehbuch habe ich geschrieben. Es hat lange gedauert, das zu konzipieren, und es steckt auch viel Herzblut drin.
DTMA: Wie lange hast du dafür gebraucht?
Stefan: Ich habe für das Drehbuch ungefähr ein halbes Jahr gebraucht, und ich muß dazu sagen, während der Produktion haben wir das immer wieder verfeinert. Klar, die Grundstory stand von Anfang an, wir wußten wo es losgeht und wo wir hinwollen mit der Geschichte, aber haben dann immer noch ein bißchen an den Dialogen gefeilt und an den Abläufen.
DTMA: Wie lange habt ihr für den Film gebraucht?
Stefan: Flo? Wie lange haben wir gebraucht?
Florian: Also insgesamt sind wir jetzt so ca. fünf Jahre drüber.
DTMA: Wow!
Stefan: Lange Zeit, ja.
Florian: Wir haben am Wochenende gedreht. Wir haben alle „normale“ Jobs, und von daher hat sich das natürlich immer ein bißchen gezogen. Man hat dann immer zwei Tage, mal hat man vielleicht eine Woche Urlaub usw., aber da wir natürlich auch alles gut machen wollten, so wie wir das auch wirklich selbst sehen wollen später im Film, war es auch durchaus aufwendig im ein oder anderen Dreh und da haben wir auch sehr viel Wert drauf gelegt.
Stefan: Ja, das ist auf jeden Fall Liebe zum Detail, es muß alles gut passen, alles gut vorbereitet sein, kein Schnellschuss… ja, das war uns wichtig.
DTMA: Du sagtest gerade, ihr habt alle „normale“ Jobs. Aber ihr kommt schon aus dem Filmbereich, oder nicht?
Stefan: Teil, teils. Also ich bin im Medienbereich tätig, ich bin Kameramann und Cutter für´s Fernsehen und konnte mein Know How da natürlich einfliessen lassen. Der Kameramann und die Techniker sind eigentlich fast alle schon im Medienbereich tätig. Was die Schauspieler angeht, klar, es sind größtenteils alles professionelle Schauspieler. Flo, du bist eine Ausnahme von zweien. Wir haben zwei Kleindarsteller gehabt.
DTMA (zu Florian): Kleindarsteller bist du in dem Film jetzt gerade nicht…
Stefan: Nee, im Film nicht! Aber was die Bezeichnung angeht…
Florian: Ja, also es ist so, ich habe kein professionelles Schauspielstudium hinter mir. Ich mache Film, Theater, alles so in diese Richtung schon seit 2003. Aber klar, in Deutschland ist es immer so, bist du Schauspieler, hast du ein Diplom, haste keins, biste kein Schauspieler, so nach dem Motto. Finde ich persönlich zwar nicht so wichtig, es kommt immer darauf an was man tut, aber wenn man es jetzt mal in diese Richtung sehen will, habe ich keinen Schauspielberuf.
DTMA: Wie seid ihr zusammengekommen?
Stefan: Wir kennen uns seit der Realschule! Das war total witzig. Wir haben damals Splattereffekte gebaut, sind zusammen losgezogen irgendwo in den Wald, haben rumprobiert mit irgendwelchen Special Effects, seit… keine Ahnung, wie alt waren wir da? 16, 17? Dann haben wir uns aus den Augen verloren. Und dann kam eben das mit dem Vampirfilm, und dann hatte ich das Gesicht vom Flo vor Augen und dachte mir, den schreibe ich jetzt mal an und frage ihn, ob er Lust hat mitzuspielen. Die Figur von Caspar war damals eigentlich noch gar nicht da. Ich hatte im Kopf, daß er halt einen der Vampire spielen könnte, und die Figur des Caspar ist dann erst nach und nach gewachsen.
Florian: Das ist dann eigentlich erst entstanden, daß sie ein eigener Charakter wird.
DTMA: Wie hat sich das Ganze finanziert?
Stefan: Der Film ist zu Beginn durch Eigenkapital entstanden, wir haben eigenes Geld reingesteckt, haben dann erstmal die ersten Bilder gedreht, Teaser geschnitten, Community aufgebaut. Kam gut an bei den Leuten, und dann haben wir Sponsoren dazugeholt und Coproduzenten. Und aus dem Grund hat das so lange gedauert. Geld zu beschaffen ist ein langer Prozess, auch im Low Budget-Bereich.
DTMA: Wie kommt der Film bei den Leuten hier an?
Stefan: Super! Ich bin total begeistert! Wir sind das erste Mal hier auf dem Weekend of Hell, und meine Erwartungen sind absolut übertroffen!
Florian: Ja, durchweg positiv, muß man wirklich sagen, ja.
DTMA: Wo kann man den Film denn sehen?
Stefan: Naja, das wird sich jetzt herausstellen. Ende Februar/Anfang März gibt es erstmal die Weltpremiere, und dann hängt es natürlich vom Label/Vertrieb ab – das steht ja auch noch nicht fest – wie und wann der Film dann erscheint. Definitiv als DVD/Blueray und Video on demand, das auf jeden Fall, aber einen zeitlichen Termin gibt es jetzt noch nicht. Aber das werdet ihr dann über Facebook erfahren.
DTMA: Wäre wünschenswert!
Stefan: Natürlich!
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Ich möchte mich an dieser Stelle nochmal bei allen Beteiligten für die super Gespräche und das echt lockere und freundliche Entgegenkommen bedanken. Mich persönlich haben die Interviews gerade auf die beiden deutschen – okay, bei „Scars of Xavier“ dann eben auf englisch – Produktionen ja mehr als neugierig gemacht.
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Abschließend nochmal zum Weekend of Hell: Auch wenn es immer noch oder immer wieder einige Negativpunkte gibt, sind wir beim nächsten Mal definitiv wieder dabei, denn das Positive überwiegt nach wie vor, und irgendwie macht die Veranstaltung scheinbar nicht nur uns süchtig… Und sicher ist es inzwischen niemandem entgangen, aber erwähnt werden soll es trotzdem: Bereits im April, genauer gesagt am 08. und 09.04.2017, wird es ein nächstes Mal geben! Dann „nur“ zwei Tage, dafür sind die Tickets günstiger als beim „regulären“ WOH. Und auch die ersten Stargäste sind bereits bekannt gegeben. Einfach mal auf der Homepage oder der Facebookseite vorbeischauen!
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Alle weiteren Fotos findet ihr hier:

Weekend of Hell 2015

Geschrieben von Andrea Rieskamp – Kontakt: a.rieskamp(at)gmx.de

Weekend of Hell 2-9

Ein Besuch des Weekend of Hell kann schonmal zu einem Abenteuer werden. Klar, wird sich jeder denken, bestimmt wegen der Stars, die man dort hautnah trifft.

Für uns aber begann es schon am Eingang, wo wir uns nicht auf der Presseliste finden konnten. Die Lösung: Hin zur Kasse, wo die freundliche Mitarbeiterin einfach unsere Namen notierte, und schon waren wir drin. Ohne Nachweis. Ohne Presseausweis. Diese hofften wir am Infostand zu bekommen, wo sich schon eine ansehnliche Schlange im Kampf um die Tickets für die Photoshoots gebildet hatte. Von dort wurden wir an Mitarbeiter Markus verwiesen, der uns versicherte, es gäbe weder Presseausweise noch einen Backstagebereich, zu dem wir eigentlich Zugang bekommen sollten. Dass dies für uns Arbeiten unter erschwerten Bedingungen bedeutete, war uns schon da nahezu klar, aber nun galt es erst einmal, sich einen Überblick über den Aufbau und das Geschehen zu verschaffen.

Gleich im Eingangsbereich fiel auf, daß er in diesem Jahr im Vergleich zum Event mit ähnlich klingendem Namen, das im Jahr zuvor noch an gleicher Stelle stattgefunden hatte und nun zu gleicher Zeit im Bottroper Saalbau gastierte, etwas luftiger ausgestattet war. Statt schon hier mehrere Händler anzutreffen, gab es nur den Stand von S.P.A.C.E. Gegenüber, direkt neben der Infotheke, konnte man Zombieköpfe in Glasbehältern, Sammlerobjekte des Governors aus The Walking Dead, bewundern – leider ohne Wasser, obwohl die Scheiben so aussahen, als hätten die Behälter zuvor welches beinhaltet. Neben Bonausgabe – das Zahlungsmittel für Essen und Getränke – und einer Getränketheke gab es noch eine Losbude zugunsten misshandelter Kinder.

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In der Haupthalle schien es dunkler zu sein als im Jahr zuvor auf dem Event mit ähnlich klingendem Namen, was wohl daher rührte, daß die Wände hinter den Stars diesmal in schwarz gehalten waren, was sehr viel besser zum Ambiente passte. Wie gehabt saßen die Schauspieler an langen Tischreihen, hinter jedem ein Poster mit seinem Namen, einem Portraitbild sowie Aufnahmen aus Filmszenen. Auch einige Aussteller und Händler wie die Figurenwerkstatt Ruland, Filmplakatzeichner Graham Humphreys, die Teams vom Zombie- und vom Virus-Magazin (mit Zombola ohne Nieten) und am Samstag auch die Jungs von Hellgreaser hatten hier ihren Platz.

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Im hinteren Teil hatten sich die FrightGuys ihr Eckchen mit Fotokulisse eingerichtet. Wusstet ihr übrigens, daß sich die Gruppe genau hier gegründet hat? Nicht genau hier, aber auf dem ehemaligen Weekend of Horrors. Im Jahre 2008 wurden vom Veranstalter einige Freiwillige gesucht, die als Erschrecker den Besuchern die Wartezeiten unterhaltsamer gestalten sollten. Axel Feldmann und Mike Kunz machten mit, lernten sich kennen und beschlossen, gemeinsam weiter zu machen. Im Jahr darauf gaben sie sich den Namen FrightGuys.

Aber zurück zum Hallenaufbau. Eine Tättowiererin verzierte unermüdlich verschiedene Gliedmassen von Besuchern, die sich mit kleineren Tattoos verschönern ließen. Die Boo-Crew warb mit einem etwas sehr überdimensionierten und dadurch ziemlich übersichtlichen Stand für sich. Maximum Uncut Productions, kurz MUP, das Label für unabhängige Filmkunst, warb mit allerhand Informationen und auch mit kurzen Filmsequenzen, die auf zwei Monitoren zu bewundern waren und in denen es teilweise sehr blutig zuging, für seine Kunst.

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Unermüdlich für die Besucher da waren auch die Jungs von ButWeTryIt, die ihren Stand im hinteren Durchgang zum Eingangsbereich aufgebaut hatten und mit ihren Merchandiseartikeln wie auch mit Videos ihrer Musik auf sich aufmerksam machten.

Vom Schließfachraum, in dem immer noch dieselben viel zu kleinen Schließfächer zu finden waren, in die man allenfalls einen leeren Rucksack oder eine Jacke quetschen konnte und die diverse Gänge zurück zum Auto erforderten, und sei es nur für ein läppisches Poster, gelangte man wie auch im Jahr zuvor in eine weitere geräumige Halle, wo man gleich einiges wiedererkannte.

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Der erste Blick hinein war jedoch neu, denn hier fand man nun eine großzügig gestaltete „Essecke“ mit Pommeswagen, Pizza-, Brezel-, Waffel- und Kuchenstand sowie eine größere Anzahl Bierzeltgarnituren, auf denen sich die Besucher zum Essen und Trinken niederlassen konnten.

Sehr gelungen war hier die Plazierung der Händler, denn während des Essens konnte man die Bilder von A Perfect Darkness, Anna Kersten Illustration und Ars Fantasio bewundern, die in einer Reihe längs entlang der Tische ihre Werke feilboten.

Entlang des dahinter liegenden DVD-Bereichs, zu dem aufgrund der unzähligen Horror- und auch Pornofilmen, die es dort zu erstehen gab, erst ab 18 Jahren der Zutritt gestattet wurde, fand man auch die Artikel von Abandoned House Collectibles mit ihren handgefertigten Displays zu verschiedensten Filmen, Porzellan und Figuren von Blackview, die mit viel Liebe gehäkelten Winzlinge aus Stefani Schönfelds Puppenwerkstatt, die auch bei den Gaststars sehr gut ankamen, die Cosplayartikel der Umbrella Corporation German Division sowie die Stände des The Walking Dead German Cosplay und der The Walking Dead German Webfanside.
Eher durch Zufall und Neugier fanden wir den Weg in Halle 2, zu der man entweder entlang der Schließfächer oder am Ende der DVD-Halle durch einen mit Bartischen bestückten Raum, der wie eine Schleuse wirkte, weil es dort völlig leise war, gelangen konnte. Schilder dorthin gab es nicht wirklich, es waren lediglich einige Hinweise auf das Live Tattooing in Halle 2 zu finden. Wen das nicht interessierte, kam sicher nicht auf die Idee, daß dort noch weitere Händler auf ihre Kundschaft warteten und machten sich nicht die Mühe, die kleine Halle zu besuchen. Dabei war diese weitere Halle im Grunde ein absoluter Pluspunkt, denn so wirkte der Gesamtaufbau nicht so gequetscht, sondern großzüger und luftiger gestaltet. Mehr Beschilderung oder ein Durchgang zur Haupthalle hätten hier jedoch Wunder bewirkt.

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Neben den Tattookünstlern von Starfire Tattoo, die so die meiste Zeit nichts zu tun hatten, fand man hier Tassen, Shirts, Babykleidung, Brett- und Konsolenspiele und allerhand Schmuck und Goodies wie Zahnschmerzketten mit blutigen Zähnen, Muffins mit abgehackten Fingern als Garnierung und auch die beliebten Horrorponies von abARTig.

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Sowohl die Startalks als auch der Cosplaywettbewerb am Sonntag fanden wie immer auf der Bühne hinter der Halle der Stars statt. Ebenfalls gleich geblieben ist der Ort für die Photoshoots. Allerdings hat man hier wohl die Aufteilung der Besucherschlangen verbessert, so daß nicht ständig der Eingang verstopft war. Super geklappt hat es auch mit den Sofortausdrucken der Bilder, die man sich dann problemlos am Infostand abholen konnte.

An diesem Punkt ging übrigens unser persönliches Abenteuer weiter, denn unser Besuch dort scheiterte am Freitag dank fehlendem Presseausweis erst einmal. Auf die Nachfrage, ob wir uns das Shooting anschauen dürften, antwortete die gerade zuständige Mitarbeiterin sehr unsicher, daß sie selbst erst nachfragen müsse, wir aber auf gar keinen Fall (!!!) während der Shoots von Tobin Bell rein dürften, der gerade dran war. Nun gut, es war erst Tag 1 von 3, wir hatten ja noch Zeit.

Einen kleinen Erfolg konnten wir am ersten Tag zu guter Letzt aber doch noch verbuchen. Aufgrund meiner Neugier zog es mich immer wieder zum Infostand, wo täglich neue Poster von The Walking Dead und anderen Filmen auslagen. Eher durch Zufall bekamen wir dann mit, wie jemandem ein Presseausweis ausgehändigt wurde. Ja, ein Presseausweis, die es doch gar nicht gab! Aber fein, nun bekamen wir welche und konnten – mit diesen um den Hals nun natürlich wichtiger aussehend – in den zweiten und dritten Tag starten. So versuchten wir am Samstag nochmals, uns die Photoshoots anzuschauen. Diesmal war es ein anderer Mitarbeiter, der uns nach nur kurzem Blick auf unsere Ausweise geradewegs zu den Shoots führte, der Fotografin Bescheid gab, und schon konnten wir loslegen. Gaststars waren gerade Costas Mandylor und… Tobin Bell. Ja, ganz richtig, plötzlich war es kein Problem mehr, während seiner Shoots zugegen zu sein und einige Aufnahmen zu machen. Zu den Schauspielern kommen wir später noch, jedenfalls lief alles recht zügig ab und die ebenfalls hier platzierten unzähligen Fotodrucker waren im Dauereinsatz. Die fertigen Bilder sahen toll aus, nur hätte man für den Hintergrund durchaus etwas Geschmackvolleres wählen können als gesprenkeltes Braun mit Bügelfalten. Den Besuchern wird das allerdings egal sein, sie sind mit ihrem Star abgelichtet worden, was für sie das Wichtigste sein dürfte.

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Ein Besuch auf der Galerie führte uns zu grauen Plastikstühlen, die jeweils mit einem Aufkleber mit Namen eines Stars versehen und mit dem Rücken zur Starhalle platziert waren. Sollte hier etwa ein Gruppenbild entstehen? Zusammengepfercht auf der Galerie? Ja, richtig. Auf dem Bild sind nun im Vordergrund die Stars auf ihren Stühlen zu sehen, den Hintergrund beherrscht das Treiben unten in der Halle, was dem Bild leider etwas sehr Unruhiges verleiht.

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Übrigens konnten wir auch einen Blick in den nicht existierenden Backstagebereich werfen. Stars und Crewmitgliedern stand ein Raum mit Tischen und Stühlen zur Verfügung, in dem sie verschnaufen oder sich vom warmen Buffet bedienen konnten. Auch den Raucherbereich haben wir besucht, wo sich Crewmitglieder und Schauspieler die Klinke in die Hand gaben und wo stets eine lockere Atmosphäre herrschte. Der Crew des Weekend of Hell muß ich an dieser Stelle ohnehin ein Lob aussprechen. Egal ob an der Kasse, an der Info, als Betreuer oder als Securitymitarbeiter, bis auf wenige Ausnahmen waren alle durchweg freundlich und hilfsbereit. Die Ausnahmen bestanden in schon erwähnten Falschaussagen und einer Servicekraft, die statt für den Kaffee Milch und Zucker bereitzustellen selbst bestimmen wollte, wie süß ich meinen Kaffee trinke. Nicht ganz so süß wie sie es wollte. Ein Mitarbeiter der Security erzählte uns, daß ein Obdachloser angefragt hätte, ob er im Halleninneren Pfandflaschen sammeln dürfe. Kurzerhand ging ein Crewmitglied mit ihm durch die Location, und am nächsten Tag sammelte die Crew selbständig alle Flaschen in Müllsäcke, um sie hinterher dem Obdachlosen zu übergeben. Großartige Geste!

Zu den Besuchern des Events gehörten übrigens auch prominentere Gäste. Erkannt haben wir zumindest Thorsten Sträter und Hennes Bender, die mit einem ganzen Team samt Filmkamera unterwegs waren.

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Was noch? Ach ja, der Zombiewalk! Wie in jedem Jahr zu dieser Zeit fand natürlich auch der wieder statt. Für Besucher ist lediglich das Ankommen an der Turbinenhalle interessant, den Walk selbst bekommt kaum jemand mit. Dadurch, daß sich einige Zombies langsamer und andere etwas schneller durch die Gegend schleppen, war die Gruppe, die schließlich das Event erreichte, etwas auseinandergerissen, und so wirkte die Menge auf den ersten Blick recht kläglich. Erst beim Gruppenbild auf der Außentreppe sah man, daß doch eine ansehnliche Anzahl an Untoten ihr Ziel erreicht hatte. Da die anwesenden The Walking Dead-Darsteller ein wenig länger brauchten, um sich den Fotografen zu stellen, sprang spontan Ken Foree ein und ließ sich mit der Meute und den Cosplayern der The Walking Dead German Cosplay ablichten. Danach waren dann die Stars der Serie dran, und IronE Singleton, Jose Pablo Cantillo und Travis Love sorgten mit ihrer lockeren Art für allgemeine Begeisterung.

Und dann war da ja noch der Cosplay-Wettbewerb, bei dem es Geldpreise in verschiedenen Kategorien zu gewinnen gab: 500 Euro für Best in Show, 200 Euro für Best Movie/Games Cosplay, 200 Euro für das Best Original Design sowie 100 Euro für das Best Kids Costume. Die Anzahl der Teilnehmer war leider echt dürftig. Ein Grund dafür könnte sein, daß der Wettbewerb auf der Homepage der Veranstaltung nur mit Mühe zu finden war. Zu bewerten gab es zwei Ashs aus Evil Dead, eine Gruppe aus Batman, Beth aus The Walking Dead, als einziges Kidcosplay Michonne und Carl aus eben jener Serie samt Zombie an der Leine und natürlich den Sieger des Wettbewerbs, der laut Jury, die aus Mitgliedern der FrightGuys und des Virus-Magazins bestand, eigentlich in gleich zwei Kategorien gewonnen hätte, was die Moderatorin jedoch kurzerhand nicht zuließ und den zweiten Preis an die Zweitplatzierten, die Batmangruppe, umverteilte. Sieger in der Kategorie Best Cosplay war einer der Ashs (der blutigere, nicht der mit der Binford 6100) und für das Kids Costume gab es ja nur eine infrage kommende Gruppe. Die Preise wurden von Mitgliedern der The Walking Dead German Cosplay verliehen, die die beiden Kids auch noch kurzerhand zu offiziellen Mitgliedern erkoren.Weekend of Hell 3-74

Zu erwähnen ist übrigens auch noch das Kino, in dem eine Reihe Amateurfilme gezeigt wurden. Hier ist Platz für schätzungsweise 40 – 50 Zuschauer. Bei unserem Besuch war gut die Hälfte der Plätze besetzt. Zu sehen gab es gerade einen Kurzfilm, in dem ein Kleinkind umringt von Puppen die Hauptrolle spielte. Die Handlung fand in einer Kneipe statt, und das Kind hat (scheinbar) gesoffen, Klavier gespielt, auf der Theke getanzt… Der Humor und der Geschmack der Menschheit sind grenzenlos.

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Nun endlich mal zu den Stargästen. Bis auf wenige Ausnahmen waren alle supernett, super gesprächsbereit und teilweise tatsächlich Stars zum Anfassen. IronE Singleton saß beispielsweise oft vorn auf dem Tisch statt wie seine Kollegen dahinter und nahm die Besucher auch gern mal in den Arm. Sofort aufgesprungen ist auch Costas Mandylor, der ebenfalls mit einer Umarmung begrüßte und gleich mal ein gemeinsames Bild zuließ. Nicht nur im Gespräch mit den Besuchern, auch im Startalk fielen Jose Pablo Cantillo und Travis Love auf… sie standen auf dem Rednerpult. Etwas kurios uns gegenüber war Mark Boone Junior, von dem wir für unser Interview nicht wirklich Antworten auf unsere Fragen bekamen… aber davon wieder später. Amanda Bearse war so lieb und freundlich, daß man sie am Liebsten adoptiert hätte. Als Spaßvogel entpuppte sich auch Michael Madsen, der mit seiner rauchigen Stimme äußerst redselig war. Leider gab es auch das Gegenteil. Tobin Bell saß durch eine Wand getrennt abgeschottet von allen anderen Schauspielern, sogar von seinem Kollegen Costas Mandylor, mit dem er immerhin sechs Saw-Folgen gedreht hat. Beim Photoshoot fiel auf, daß er niemandem die Hand gab, er ignorierte konsequent jede dargebotene Begrüssungsgeste. Daß er auch auf diesem Event ganz der Schauspieler war bewies auch sein Lächeln, das, kaum war der Shoot vorbei, schlagartig ausgeknipst wurde – schon passend zu seiner Rolle. Hinweise an seinem Platz in der Halle machten die Fans darauf aufmerksam, daß Mr. Bell Autogramme nur ohne Filmzitate schreibt. Dennoch gab es durchgehend lange Schlangen an seinem Platz und ein Wort von ihm war sehr begehrt. Negativ aufgefallen ist auch Corey Feldman, der von seinem Main Angel Courtney begleitet wurde – natürlich im Engelskostüm mit Heiligenschein in fragwürdigem Winkel zum Kopf. Main Angel? Ja. Corey´s Angels, das sind zehn Mädels, die alle die gleichen äußerlichen Merkmale haben, strengste Ernährungsvorschriften einhalten müssen (nur Gemüse, kein Salz, kein Pfeffer etc.), täglich drei Stunden Sport machen müssen und ansonsten eigentlich nur dazu da sind, um um Corey herum zu sein. Courtney darf wohl nebenbei auch als Djane fungieren, wie man seinem Startalk, der zeitweise eher Werbung für seine musikalische Tätigkeit war, entnehmen konnte. Um ein Autogramm von Corey zu erhalten mußte man viel Geduld aufweisen, denn der Schauspieler war selten an seinem Tisch anzutreffen.

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Einige Punkte müssen aber noch aufgezählt werden. So gab es weder den angekündigten Gibson Brands-Tourbus noch war von Terminus oder einem nachgebauten Gefängnistrakt etwas zu entdecken. Auch einige Stargäste wurden vermißt, deren Absage erst Stunden vor Beginn bekannt gegeben wurde, wofür jedoch wohl der Veranstalter Thomas Hartz selbst nicht verantwortlich zu machen ist.

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Den konnte man übrigens unter anderem am Samstag in der Eingangshalle antreffen, wo der Chef persönlich an Kasse und Infostand ausgeholfen hat. Und auch wenn die Veranstaltung am Sonntag offiziell bis 18 Uhr lief, so waren doch einige der Stars schon Stunden vorher auf dem Sprung, um ihren Flieger zu erreichen, oder gar bereits weg. Schade. Darüber hinaus könnte die Location gut noch ein-zwei weitere Mülleimer verkraften. Bereits am Samstag konnte man an diversen Orten wie der Galerie, auf der sich gemütlich das Treiben beobachten läßt, wo aber weit und breit kein Ort für die Müllentsorgung zu entdecken war, die Ergüsse des Vortags bewundern.

Alles in allem war es jedoch ein gelungenes Event, dem die Abkapselung vom Event mit ähnlich klingendem Namen wirklich gutgetan hat. Ich persönlich kann das nächste Jahr kaum erwarten!!

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Hier findet ihr unsere Fotos und das Video:

Zombiewalk Oberhausen 2015

Zombiewalk Oberhausen 2015

Zombiewalk Oberhausen 2015

Mein kleiner Beitrag zum Zombiewalk in Oberhausen, der neben dem Weekend of Hell stattfand!

Es waren wieder viele nette, coole Leute da und außer einem süßen Hund der zombiefiziert wurde und einem neugierigem Ordner, vom Weekend of Hell,  wurde diesmal recht wenig gebissen und gefressen.

Ganz klasse fand ich die Polizisten, die den Walk begleitet haben, die waren echt locker drauf! Das nenne ich bürgernah 🙂

Auch diesmal bekam jeder Teilnehmer am Zombiewalk, einen vergünstigten Eintritt zum Weekend of Hell.  Sehr nett!

Meinen alten Trailer vom ersten Zombiewalk 2014 in Oberhausen musste ich leider entfernen, da das neue Label der Band die Verwendung auf YouTube nicht einräumt. Schade, schade!

Nächstes Jahr werde ich die Choose keines falls verpassen und sehe zu, dass ich wieder da bin! Spaß pur!

Viel Spaß mit dem Video 🙂